Montag, 26. Juni 2017

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Geschrieben von Boris Janssen am 15. Februar 2017
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Antriebslos am Hausberg

Burgseilbahn wegen Revision für etwa zwei Wochen außer Betrieb

Inspektion für die fast 63 Jahre alte Burgseilbahn: Etwa zwei Wochen steht sie ohne ihre markante Antriebsscheibe da.
Inspektion für die fast 63 Jahre alte Burgseilbahn: Etwa zwei Wochen steht sie ohne ihre markante Antriebsscheibe da.
Arbeitseinsatz an der Talstation mit schwerem Gerät: Ein Autokran…
Arbeitseinsatz an der Talstation mit schwerem Gerät: Ein Autokran…
…hebt die mehr als drei Tonnen schwere Antriebsscheibe in die Höhe…
…hebt die mehr als drei Tonnen schwere Antriebsscheibe in die Höhe…
…bis sie wie ein Ufo über dem Hausberg zu schweben scheint…
…bis sie wie ein Ufo über dem Hausberg zu schweben scheint…
…legt sie dann zum „Umgreifen“ in der Schulstraße ab…
…legt sie dann zum „Umgreifen“ in der Schulstraße ab…
…um sie schließlich auf den bereitstehenden Anhänger zu hieven.
…um sie schließlich auf den bereitstehenden Anhänger zu hieven.
Auch die Antriebswelle kommt mit zur Revision…
Auch die Antriebswelle kommt mit zur Revision…
…wie auch das dazugehörige Getriebe.
…wie auch das dazugehörige Getriebe.

Die Burgseilbahn zum Bad Lauterberger Hausberg steht für die nächsten Tage ganz schön antriebslos herum. Denn so wie ein Auto mal zur Inspektion muss, steht für den Antrieb des bald 63 Jahre alten Sessellifts eine gründliche Revision an. Schon am Montag war eine Spezialfirma aus Bad Tölz angereist, um alles vorzubereiten, am Mittwochmorgen (15.02.2017) dann wurde mit Hilfe eines Autokrans der Antrieb auseinandergenommen und auf den Lastwagen nach Oberbayern verladen. Das Getriebe soll eine Generalrevision erfahren, die Wellen einer Rissprüfung unterzogen und Antriebswelle sowie Antriebsscheibe neu gelagert werden.

Wenn alles gut geht, könnte die rund viereinhalb Tonnen schwere Fracht – alleine die große Antriebsscheibe wiegt 3,3 Tonnen – schon in zehn Tagen, also am übernächsten Freitag, wieder im Südharz sein und die Seilbahn nach insgesamt zwei Wochen Pause wieder den Betrieb aufnehmen. Betreiber Thomas Hölscher ist da guter Dinge. Natürlich sei die Pause vor allem für Touristen ärgerlich, weiß er. „Aber irgendwann muss man es ja machen.“ Und tatsächlich hält sich die Bahn dank guter Pflege schon seit über sechs Jahrzehnten weitgehend im Originalzustand.

Mit 63 Prozent Steigung gilt die Burgseilbahn als steilster Sessellift Deutschlands. Sie wurde am 4. August 1954 in Betrieb genommen und im Jahr 2001 technisch saniert. Pro Jahr nutzen etwa 50.000 Menschen den Lift, um die 110 Höhenmeter zwischen Tal- und Bergstation zu überwinden und sich entweder den knackigen Aufstieg zum Hausberg zu ersparen oder aber bei der Talfahrt die großartige Aussicht zu genießen.


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