Dienstag, 24. Oktober 2017

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Geschrieben von Boris Janssen am 11. April 2017
Aktuell

An die Geschichte erinnern

Stadt Bad Lauterberg unterstützt Gedenkprojekt „72 Jahre danach“ des Vereins Jugend für Dora e.V.

Jugendraum-Praktikant Douglas und Bürgermeister Dr. Thomas Gans bringen vor dem Heimatmuseum einen der Bodenaufkleber an.
Jugendraum-Praktikant Douglas und Bürgermeister Dr. Thomas Gans bringen vor dem Heimatmuseum einen der Bodenaufkleber an.
Damit die Aufkleber auch gut halten, betätigte sich der Bürgermeister als Straßenkehrer.
Damit die Aufkleber auch gut halten, betätigte sich der Bürgermeister als Straßenkehrer.

Die Stadt Bad Lauterberg unterstützt das Gedenkprojekt „72 Jahre danach“ des Vereines Jugend für Dora e.V. tatkräftig. Gemeinsam mit Douglas, Praktikant im Jugendraum, hat Bürgermeister Dr. Thomas Gans am Montagvormittag (10.04.2017) vier Bodenaufkleber in der Bad Lauterberger Innenstadt angebracht. An der Fußgängerampel vor dem Rathaus, am Eingang zum Boulevard, am Kirchplatz in der Hauptstraße und vor dem Heimatmuseum in der Ritscherstraße befinden sich nun für eine Woche kurze Statements, die sich auf die nationalsozialistische Vergangenheit beziehen, zugleich aber auch in die Gegenwart eingelesen werden können.

Mit seinem öffentlichen Gedenkprojekt will der Verein Jugend für Dora an den 72. Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora (11. April 1945) erinnern. Bodenaufkleber finden sich nun auf den Bürgersteigen in Nordhausen, aber auch in den Städten Osterode und Bad Lauterberg, in denen es Außenlager des KZ gab. Neben den Statements enthalten sie einen QR-Code, der zur Internetseite des Projektes verlinkt. Dort können Bürgerinnen und Bürger eine Woche lang die Aufschriften der Aufkleber diskutieren und sich über den Projektverlauf informieren.

Douglas findet gut, „dass die Leute durch dieses Projekt aufmerksam gemacht werden.“ Besonders gefällt ihm, dass es keine ermüdende Geschichtsstunde von außen sein soll, sondern dass „man sich auch von selbst mit dem Thema beschäftigen muss.“ Auch Bürgermeister Dr. Thomas Gans ist hocherfreut über diese weitere Gedenkaktion des Vereins Jugend für Dora, der 2015 bereits die „Fahnen der Erinnerung“ initiiert hatte, von denen eine auch in Osterhagen hing. „Gerade in der heutigen politischen Situation ist es nötig, immer wieder an unsere Geschichte zu erinnern“, sagt Gans. Diese neue Aktion sei einfach und günstig, lobt er – und, wie schon kurz nach dem Aufkleben erste innehaltende Passanten zeigten, wirkungsvoll.

 

Weitere Informationen zum Gedenkprojekt „72 Jahre danach“ gibt es auf der Internetseite des Projekts: www.jfd72.wordpress.com.


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