Samstag, 16. Dezember 2017

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Geschrieben von ski am 17. Mai 2017
Aktuell

Der Rabenkuss und wie man darauf kommt

Autorenlesungen an der KGS

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Gerade war der Welttag des Buches, und er wird in der KGS natürlich standesgemäß begangen: „Wir veranstalten jedes Jahr mindestens eine Autorenlesung“, sagt Denise Jonas, die Fachbereichsleiterin für Deutsch an der Kooperativen Gesamtschule Bad Lauterberg. Im Mai fanden sogar zwei Lesungen statt, und zwar im Rahmen der Schülerlesetage Göttingen. Angela Weidmann, die Autorin von „Wolfstochter“ und „A mobile Love Affair“ las aus ihren Werken, und Antje Babendererde stellte eines ihrer Bücher, den „Rabenkuss“ vor.

„Manchmal bereiten wir die Lesungen speziell im Deutschunterricht vor, aber diesmal ist es einfach eine Ergänzung zum normalen Unterricht“, erklärt Denise Jonas. Profitieren davon sollen die siebten bis neunten Klassen aller Schulzweige. „Natürlich hoffen wir auch, die Schüler ein bisschen zum Lesen anzuregen“.

Die hören derweil diszipliniert und aufmerksam zu – bei der anschließenden Fragerunde interessieren aber vor allem zwei Dinge: „Wie kommt man auf die Geschichten, und wie wird man eigentlich Buchautor?“.

„Ich habe so mit 12 oder 13 Jahren angefangen zu schreiben, mit 17 oder 18 aber wieder aufgehört“, erzählt Antje Babendererde. Sie ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen: „In einem kleinen Dorf in Thüringen. Dort habe ich immer von Amerika und den Indianern geträumt“. Nach der Wende konnte sie dann in den 90er Jahren erstmals die Vereinigten Staaten besuchen: „Ich wollte wissen, ob das, was ich mir zusammenphantasiert habe, mit der Realität übereinstimmt“. 1999 erschien dann ihr erstes Buch, seither hat sie 15 Bücher geschrieben, die von Indianern handeln. Doch dann kam irgendwann ein Themenwechsel – weg aus den USA, hin nach Thüringen. Sie las den Siebt- und Achtklässlern der KGS aus ihrem Buch „Der Rabenkuss“ vor, in welchem drei Schüler in Ostthüringen einen Klassenkameraden mit einem Geheimnis haben. Das besondere sind dabei die Zeitsprünge - die Handlung fängt am Schluss an und geht dann immer weiter zurück. Da gibt es die neue Gastschülerin, die in dem fremden Land ihre Vergangenheit hinter sich lassen will und sich in einen Mitschüler verliebt und Lukas, der unter falschem Namen im Ort auftaucht. Ein Liebeszauber im Nudelsalat und ein geheimnisvoller, finsterer Rabe – Babendererde reichert ihre realistische Erzählung mit Fantasy-Elementen an. Ist da etwas dran am Liebeszauber und an den seltsamen Kräften des Raben - oder ist das nur im Kopf des Protagonisten?


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