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Freitag, 19. Oktober 2018

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Geschrieben von Katja Koch am 01. Oktober 2018
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„Das ist ,Wow!‘“

Dreharbeiten für die Kinoadaption der TV-Serie „Berlin, Berlin“ in Bad Lauterberg: Interview mit Felicitas Woll, Janina Uhse und Franziska Meyer Price

Gut gelaunt vor der Kulisse der Bad Lauterberger Königshütte: Regisseurin Franziska Meyer Price (Mitte) und ihre Hauptdarstellerinnen Felicitas Woll (links) und Janina Uhse.
Gut gelaunt vor der Kulisse der Bad Lauterberger Königshütte: Regisseurin Franziska Meyer Price (Mitte) und ihre Hauptdarstellerinnen Felicitas Woll (links) und Janina Uhse.
Harzer Requisiten: In welchem Zusammenhang dieses Fahrzeug im Film auftaucht, wird noch nicht verraten.
Harzer Requisiten: In welchem Zusammenhang dieses Fahrzeug im Film auftaucht, wird noch nicht verraten.

Derzeit laufen die Dreharbeiten für die Kinoadaption der ARD-Serie „Berlin, Berlin“. Auch der Harz wird ein Schauplatz im Film sein. Bevor es nun in Berlin mit den Dreharbeiten weitergeht, war am Freitag (28.09.2018) auf der Königshütte letzter Drehtag in Bad Lauterberg.

Am Set trafen wir Regisseurin Franziska Meyer Price sowie die beiden Hauptdarstellerinnen Felicitas Woll („Lolle“) und Janina Uhse („Dana“), um mehr über den Film, die Arbeit miteinander und alles andere zu erfahren, was die LauterNEUES-LeserInnen interessieren könnte.

 

Franziska Meyer Price (Regie)

Frau Meyer Price, wie kam Ihnen die Idee, die Serie zu verfilmen?

Die Idee hatten wir schon ganz lange. Nur bekamen wir die Termine von all den Leuten nicht zusammen. Und so hat es vierzehn Jahre gedauert.

Die letzte Staffel wurde also 2004 gedreht?

Ja, genau. Von 2001 bis 2004 haben wir gedreht. Wir hatten das mit der Kinoadaption der Serie eigentlich immer schon vor. In den ersten Jahren hat keiner von uns Zeit gehabt.

Ist der Film eine komprimierte Form der Serie?

Mit den Staffeln hat er nicht mehr wirklich etwas zu tun. Natürlich, es sind dieselben Schauspieler, die auch damals dabei waren. Aber es ist eine ganz neue Geschichte. Sie wird so sein, dass man den Film auch dann versteht, wenn man die Serie nicht geguckt hat.

Auch die Zeichentrickfiguren werden im Film vorkommen?

Genau, wir haben die Animationsfiguren drin. Wir haben aber auch einen Trailer als Rückblende drin, um die Leute abzuholen, die die Serie noch nicht kennen. Es ist eine der ganz wenigen Produktionen, bei denen man in denselben Rollen die Schauspieler von vor 15 Jahren und von heute sieht.

 

Janina Uhse („Dana“)

Frau Uhse, im Film spielen Sie eine der Hauptrollen. In der Serie hat man Sie aber nicht gesehen.

Tatsächlich, ich bin die Einzige, die damals in der Serie nicht dabei war, das „Frischfleisch“ sozusagen.

Man kennt Sie aus der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Ich habe lange, fast neun Jahre, bei GZSZ gespielt. Letztes Jahr bin ich ausgestiegen, habe meine erste Hauptrolle in einem Kinofilm gedreht – „Der Vorname“, der bald ins Kino kommt, ebenfalls von Constantin Film. Und dieses Jahr dieses großartige Projekt mit Felicitas in der Hauptrolle: Das ist „Wow!“, und so was lustiges. Ich habe mir immer schon gewünscht, eine Komödie zu spielen. Und jetzt bin ich gleich da ganz oben eingestiegen.

Sie waren bisher noch nie mit Felicitas Woll am Set?

Es ist das erste Mal. Wir hatten zusammen das Casting. Und wenige Tage später hieß es: „Das passt, das ist die Dana, die wir uns vorstellen.“ Die Lolle begegnet mir gleich am Tag Eins und wir bestreiten eine Reise gemeinsam. Ich habe richtig Lust, die Rolle zu spielen. Sie ist nicht nur lustig, sie hat auch eine große Tragik: Dana ist verletzlich und emotional, aber hat eine ganz harte Schale. Es ist auch das erste Mal, dass ich so etwas spielen darf, was für mich als Schauspielerin heißt, neue Facetten von mir zu zeigen.

 

Felicitas Woll („Lolle“)

Frau Woll, Ihre Karriere hat mit 19 Jahren angefangen, mit dem Spielen in Serien.

Ja, ich habe mit Serien angefangen. Ich habe Komödien gemacht, mich in einigen Genres ausprobiert. Dann habe ich mit 19 Jahren ein Angebot bekommen und bin für sieben Wochen nach China gegangen für die Dreharbeiten zur deutsch-chinesischen Fernsehserie True Love Is Invisible / Magic Love.

Würden Sie sagen, dass die Dreharbeit für einen Film sich von der für eine Serie unterscheidet?

Für mich nicht, weil ich mich genauso für einen Film vorbereite wie für eine Serie. Das ist exakt das gleiche. Bei einer Serie ist es aber so, dass man seine Figur über einen längeren Zeitraum spielt. Das heißt, man kann sich entwickeln, man kann an der Figur feilen, man kommt auch mehr in den Charakter hinein. Beim Film hat man vier, fünf Wochen Zeit und dann muss es stimmen. Man hat nicht viele Möglichkeiten, sich zu verändern, das muss sofort sitzen.

Soweit ich weiß, wurden die Dreharbeiten für die Serie „Berlin, Berlin“ gestoppt, weil Sie als Hauptdarstellerin aufgehört haben.

Genau. Ich hatte damals den Mut, zu sagen: „Ich habe das Gefühl, dass Lolle an dem Punkt ihrer Entwicklung angelangt ist, an dem sie irgendwohin springt, wo man sie alleine lässt, und ich selbst mich darauf konzentrieren kann, mich als Schauspielerin weiterzuentwickeln.“ Und das habe ich gemacht. Ich habe den Schritt gewagt. Die vier Jahre mit der Serie waren für mich okay. Ich habe viel gespielt, konnte ganz viel in dieser Figur anbieten, konnte durch alle Emotionen gehen, die man als Mensch hat. Und so war die Zeit für mich gekommen, weiter zu gehen.

Ich habe gelesen, dass sie im Januar 2018 zum zweiten Mal Mama geworden sind. Gratuliere.

Danke schön. Ja das hat einer so rein geschrieben. Wann genau das war, verrate ich Ihnen nicht. (lacht)

In Ordnung. Wie vereinbaren Sie die Aufgaben der frischgebackenen Mutter mit auswärtigen Dreharbeiten.

Das klappt super. Aber es geht immer nur mit Unterstützung. Ich bin nicht die einzige Schauspielerin mit Familie und Kindern, die dreht. Bei mir lässt es sich super vereinbaren. Da bin ich ganz froh, dass ich jetzt einfach wieder arbeiten kann und gleichzeitig weiß, meinem Kind geht es gut. Von daher bin ich total happy.

 

Harzer Kulissen, Harzer Requisiten

Übrigens: Nicht nur der schönen Landschaften des Harzes konnte sich das Filmteam von „Berlin, Berlin“ bedienen. Auch einige Harzer Requisiten werden im Film zu sehen sein. Zum Beispiel verlieh Francois Röger aus Bad Lauterberg – Besitzer amerikanischer Armee-Fahrzeuge – seine Unikate für einige Filmszenen. Welche Szenen das sind, erfährt man im Kino. Der Kinostart des Streifens ist für Ende 2019, Anfang 2020 geplant.


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