Montag, 19. Februar 2018

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Geschrieben von ski am 04. Februar 2018
Vereine und Verbände

Steffen Müller kündigt Rückzug vom MTV-Vorsitz an

Aus der Jahreshauptversammlung: organisatorische und personelle Herausforderungen

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Der Vorsitzende des MTV Lauterberg, Steffen Müller, kündigte bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am 02.02.18 seinen Rückzug vom Amt des Vorsitzenden an. Bei der nächsten Wahl im Jahr 2019 werde er nicht mehr kandidieren, so ließ er die Mitglieder wissen. Damit ein geordneter Übergang möglich sei, soll die Arbeit des 1. Vorsitzenden bis dahin auf mehrere Schultern verteilt werden. Als Begründung nannte er seine berufliche Beanspruchung. Die Ämter als stellvertretender Vorsitzender für Ballspiele & Freizeitsportbeim Turnkreis Osterode sowie als Sprecher/Vorsitzender des Stadtsportbund Bad Lauterberg seien davon aber nicht betroffen, so ließ er vorab in einer Pressemitteilung wissen. Auch stehe er weiterhin als Ansprechpartner für die Sporthallenbelegung in Bad Lauterberg zur Verfügung.

Umbesetzungen im Vorstand

Die Leitungsarbeit im Verein übernehmen derweil die anderen Vorstandsmitglieder, allen voran Monika Haase, die bisher 2. stellvertretende Vorsitzende war und nun von der Versammlung zur 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Wolfgang Tölle, der nach jahrzehntelanger Vereinsarbeit, u.a. als 1. stellvertretender Vorsitzender eigentlich kein Amt mehr bekleiden wollte, wurde für ein Jahr übergangsweise als 2. stellvertretender Vorsitzender gewählt. Als Kassenwart wurde Uwe Speit im Amt bestätigt, Gabi Fricke, bisher Sportwartin, übernahm das Amt der stellvertretenden Sportwartin. Schriftführerin Ina Spillner hatte ihr Amt bereits niedergelegt; an ihrer Stelle wurde Dorothea Engelkind gewählt. Stellvertretende Schriftführerin wird Marlen Waßmann. Das Amt des Pressewarts bleibt weiterhin unbesetzt. Der Ältestenrat besteht weiterhin aus Uwe Günther, Sigrid Hettwer, Christa Scholz. Harry Herolf und Manfred Ruprecht.
Das Amt des Fachwarts für die Faustballsparte übernimmt Jörg Eckhardt von Wolfgang Tölle, Julia Hungerland ist Fachwartin fürs Kinderturnen. Brigitte Helmboldt wurde zur neuen Kassenprüferin gewählt.

Organisatorische Herausforderungen

Der Vorsitzende Müller blickte auf das Jahr 2017 zurück. Viel Arbeit entstand dabei für den Verein durch die Turnhallensituation: „Als Hauptnutzer der Sporthallen im Stadtgebiet war der MTV davon besonders betroffen“.  Häufig mussten die Übungsorte geändert werden:  „Doch dank guter Organisation und viel Flexibilität der Mitglieder ist dennoch verhältnismäßig wenig ausgefallen.“ Hier sei vor allem der spartenübergreifende Zusammenhalt im Verein positiv hervorzuheben. Beim Ausräumen des Kellers der Turnhalle in der Bahnhofstraße zeigte sich, dass sich im Laufe der Jahrzehnte doch etliches angesammelt hatte. Er bedankte sich bei allen mithelfenden Mitgliedern.

Bei den Stadtsportbundsitzungen sei festzustellen, dass alle Vereine mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen: es fehlt an Helfern und Übungsleitern. „Gerade die Übungsleiter sind ein Dauerthema, bei Krankheit oder Wegzug müssen immer wieder neue Übungsleiter gewonnen und ausgebildet werden“.

Insgesamt hat der Verein derzeit 820 Mitglieder, nämlich 430 Frauen und 390 Männer – entgegen seinem Namen Männer-Turn-Verein haben die Frauen längst die Oberhand. Ohnehin, so der Vorsitzende, stehe die Abkürzung besser für Mehrspartenverein.

Die neueste Sparte dabei ist die Judoabteilung, wo derzeit ca. 30 Kinder in zwei Gruppen trainieren und auch schon die ersten Gürtelprüfungen absolviert haben. Die Anschaffung einer Judomatte wird eines der größten finanziellen Vorhaben des Vereins in 2018 sein.
Von 16 sportlichen Einsätzen konnte Wolfgang Tölle als Fachwart Faustball berichten, unter anderem haben die Sportler des MTV an einem Faustballturnier in Berlin teilgenommen. Ein Schwerpunkt des Vereins liegt weiterhin auf der Gymnastik, wo zahlreiche Gruppen zu verschiedenen Zeiten trainiern, unter anderem auch mit Rücken-Fit, Step-Aerobic und zwei Yoga-Gruppen. Auch die Nordic Walker treffen sich bei Wind und Wetter.
Marion Speit konnte von der Handballabteilung berichten, dass die Spielgemeinschaft HSG-OHA derzeit drei Senioren- und acht Jugendmannschaften aufbietet, wobei die 1. Herrenmannschaft in der Verbandsliga sehr erfolgreich ist.
Für den Nachwuchs gibt es weiterhin das Eltern-Kind-Turnen von 0 bis 3 Jahre, dann das Kinderturnen für die 3- bis 5-jährigen und die Kinder ab sechs Jahren, außerdem wird Kindertanzen durch die neue FSJ-lerin Saskia Kliemann angeboten.
Besondere sportliche Erfolge erzielte die Prellballabteilung, die die Landesmeisterschaft ausgerichtet hatte und dabei Vizemeister wurde. Das ermöglichte die Teilnahme an den norddeutschen Meisterschaften in Burgdorf.
Immer besser angenommen wird das Angebot im Bereich Reha- und Behindertensport; alle Übungsleiter sind zertifiziert und haben ihre Lizenzen verlängert, was für Erstattungen durch die Krankenkassen besonders bedeutsam ist.
Die Volleyballer bieten einen Trainingsbetrieb zweimal pro Woche, jedoch kann mangels Spielern nicht an Punktspielen teilgenommen werden.

Turnkreis wird nicht fusionieren

Klaus Dreßler, der Geschäftsführer des Kreissportbundes Göttingen-Osterode, lobte in seinem Grußwort die Nachwuchsarbeit des Vereins. Er betonte, die Fusion der beiden Kreissportbunde sei auf Augenhöhe erfolgt und man habe schnell auf der gleichen Wellenlänge gelegen. Der KSB vertritt nun über 400 Verein mit über 85.000 Mitgliedern.
Anders dagegen sieht es beim Turnkreis Osterode aus, wie die Vorsitzende Helga Maaß berichtete: „Wir haben es jetzt offiziell – der Turnkreis Osterode kann eigenständig bleiben. Eine Fusion mit dem Turnkreis Göttingen hätte nicht geklappt, dafür sind unsere Vorstellungen, unter anderem von Breitensport, zu unterschiedlich“.
Rolf Lange als Vorsitzender der HSG-OHA versprach, sich dafür einzusetzen, dass künftig auch wieder mehr Handball-Punktspiele in Bad Lauterberg stattfinden sollen, wenn in den Sommerferien der Hallenboden der KGS-Sporthalle saniert wurde.

Bevor die 100 Anwesenden zum traditionellen „Viertelchen-Essen“ übergehen konnten, waren jedoch noch zahlreiche Ehrungen vorzunehmen (siehe gesonderter Bericht).


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