Montag, 23. Oktober 2017


Geschrieben von Boris Janssen am 09. Oktober 2014

Aktuell

Erster Schwertransport für Windpark: Geglückte Feuertaufe

In den kommenden Wochen sind weitere Sondertransporte für die drei Königshagener Windenergieanlagen geplant

Kurz nach eins war es soweit: der Konvoi erreichte Barbis.
Kurz nach eins war es soweit: der Konvoi erreichte Barbis.
Weil selbst die Einfahrt „In der Grund“ für die überlangen Laster zu eng war…
Weil selbst die Einfahrt „In der Grund“ für die überlangen Laster zu eng war…
…ging es bei leichtem Nieselregen erst einmal daran vorbei und dann ganz sorgfältig im Rückwärtsgang Richtung Feldflur.
…ging es bei leichtem Nieselregen erst einmal daran vorbei und dann ganz sorgfältig im Rückwärtsgang Richtung Feldflur.
Der Rasen vor dem AgrarMarkt Deppe war mit Matten abgedeckt worden.
Der Rasen vor dem AgrarMarkt Deppe war mit Matten abgedeckt worden.
Die gründliche Vorarbeit hatte sich gelohnt…
Die gründliche Vorarbeit hatte sich gelohnt…
…nach einer halben Stunde war das außergewöhnliche Wendemanöver ohne Schäden beendet.
…nach einer halben Stunde war das außergewöhnliche Wendemanöver ohne Schäden beendet.
Leicht orientierungslos in der nächtlichen Feldflur: Und wo geht’s jetzt lang?
Leicht orientierungslos in der nächtlichen Feldflur: Und wo geht’s jetzt lang?
Am Kreisel an der Branntweinseiche half nur die Abkürzung.
Am Kreisel an der Branntweinseiche half nur die Abkürzung.

Für die Familien Winter, Luthin und Graf ist es eine kurze Nacht gewesen – und ein langer, ziemlich aufregender Abend. Am ganz frühen Donnerstag (09.10.2014) wurden die Rotorblätter aus Polen für ihr Windrad geliefert, das erste des von ihnen initiierten Windparks Königshagen. Danach konnten sie zwar nur kurz schlafen, aber beruhigt. Alles ist glattgegangen.

Kurz vor eins passierten die drei Schwertransporte die Thüringer Landesgrenze, überquerten im wahrsten Sinne des Wortes den Kreisel an der Branntweinseiche, vollführten zwei spannende Wendemanöver in Barbis und fuhren schließlich zum Teil im Schritttempo über die präparierten Feldwege bis zum Aufstellplatz des Windrades in Königshagen. Dort angekommen machte der Transporttrupp gegen 3.30 Uhr erst einmal Feierabend.

Im Hellen ging es dann weiter: Zwei Autokräne hoben gemeinsam die etwa 50 Meter langen und 13 Tonnen schweren Kunststoff-Flügel von den Lastern. Deren Anhänger wurden auf Normalmaß zusammengeschoben, da war die Rückfahrt dann weniger spektakulär.

 

Weitere Sondertransporte

In den nächsten Wochen stehen weitere spannende Transporte an – schließlich sollen bis Jahresende die drei geplanten Windenergieanlagen fertig sein. Für die erste fehlen noch die Turmteile aus Leipzig und der Generator. Diese Transporte werden vielleicht nicht so raumgreifend, dafür aber richtig schwer: Der schwerste Laster wird um die 130 Tonnen auf die Waage bringen. Außerdem sollen in der kommenden Woche (KW 42) schon die Flügel für die zweite Anlage kommen. Genaue Termine kennt aber auch Mark Winter als Geschäftsführer der Windenergie Königshagen GmbH & Co. KG nicht – die Behörden erteilten die Freigabe für die Schwertransporte recht spontan, so seine neueste Erfahrung.

 

Umfangreiche Vorbereitungen

Damit die Transporte überhaupt nach Königshagen kommen können, waren umfangreiche Vorbereitungen nötig. Die alte B 243 zwischen Nüxei und dem Kreisel an der Branntweinseiche wurde extra noch einmal geöffnet, in den Kreisel eine Schneise planiert, der AgrarMarkt Deppe in Barbis entfernte Fahnenmasten und eine Leuchtreklame und in der Königshagener Feldflur wurden die Kurven großzügig entschärft.

Offenbar war alles gut geplant. Für den nächsten Anlauf wünschten sich die Transporteure lediglich den einen oder anderen zusätzlichen Astschnitt. Und den Weg kennen sie jetzt auch: An der einzigen echten Gabelung in der Feldflur suchten sie ein wenig ratlos nach dem richtigen Weg. Aber soviel Auswahl gab es ja nicht für über 50 Meter lange Riesenlaster.

 

Mehr zu den Transporten lesen Sie hier.


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