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Sonntag, 24. Juni 2018

Aktuell


Geschrieben von PM ASB Bad Lauterberg / DRK Bad Lauterberg am 13. März 2017
Aktuell

Notfall im Gelände: Exakte Ortung rettet Leben!

Tipps von ASB und DRK Bad Lauterberg – Notfall-App Echo112 und mehr

Notfall im Gelände: Die Bad Lauterberger Rettungsdienste kommen auch an entlegenste Orte – sie müssen bloß wissen, wo genau sie gebraucht werden. (Fotos: Daniel Schwarz / ASB Bad Lauterberg)
Notfall im Gelände: Die Bad Lauterberger Rettungsdienste kommen auch an entlegenste Orte – sie müssen bloß wissen, wo genau sie gebraucht werden. (Fotos: Daniel Schwarz / ASB Bad Lauterberg)
Die Echo112-App ist eine große Hilfe…
Die Echo112-App ist eine große Hilfe…
…bei der exakten Bestimmung des Standortes.
…bei der exakten Bestimmung des Standortes.
Im Wald können auch die Rettungspunkte wichtige Orientierung bieten.
Im Wald können auch die Rettungspunkte wichtige Orientierung bieten.
Dieses „Erste Hilfe“-Pack passt in jede Jacketasche.
Dieses „Erste Hilfe“-Pack passt in jede Jacketasche.

Auf Bergen, Wald und Wiese herrscht mitunter reges Treiben: Ob Holzmachen, Mountainbiking, Wandern, Geocaching, Jogging, Reiten, Klettern, Pilze suchen oder Langlauf-Skifahren – gerade die Freizeitbeschäftigungen in der Natur erfreuen sich im Harz steigender Beliebtheit. DRK, ASB und Feuerwehr sind darauf eingestellt und halten spezielle Gerätschaften und Fahrzeuge vor, um im Fall der Fälle auch im unwegsamen Gelände schnelle Hilfe leisten zu können.

Dennoch: Die beste Ausrüstung nützt nichts, wenn die Rettungsdienste nicht wissen, wo sie hin müssen. Wer seinem Hobby im Gelände nachgeht, sollte deshalb immer ganz genau wissen, wo er gerade ist. Denn bei einem dringenden Notfall außerhalb von Ortschaften kann es zu gefährlichen Zeitverzögerungen kommen, wenn der eigene Standort im Notruf der Rettungsleitstelle nicht genau beschrieben werden kann.

Fabian Nitzke aus der Rettungsleitstelle Osterode, Katastrophenschutz-Beauftragter und ehrenamtlicher Geländeretter beim DRK, und Daniel Schwarz, Notfallsanitäter und Erste-Hilfe-Ausbilder beim ASB Bad Lauterberg, weisen vor Beginn der Frühlingssaison auf eine kostenlose, sinnvolle Smartphone-App hin, die im Notfall den exakten Standort bestimmt und der Rettungsleitstelle mitteilt. Die Echo112-App (www.echo112.com (externer Link)) benötigt keine Registrierung oder Anmeldung und greift auf die eigenen Standort-Daten lediglich beim Verwenden der App im Notfall zu.

 

So funktioniert die Echo112-App

Im Fall der Notruf-Aktivierung über die Echo112-App, werden die GPS-Daten des Anrufers über das mobile Daten-Netz an den Echo112-Server übermittelt. Notwendig für eine einwandfreie Funktion ist ein aktiver GPS-Sensor mit ausreichendem Empfang, wie er außerhalb von Gebäuden generell vorhanden ist.

Mit dem Hinweis des Anrufers an die Rettungsleitstelle, dass der Notruf über die Echo112-App getätigt wurde, hat der Disponent die Möglichkeit, übers Internet die Position des Anrufers bis auf wenige Meter genau zu erkennen, und kann so den Rettungsdienst schnellstmöglich zum Einsatzort leiten.

Sollte kein Daten-Netz vorhanden sein, werden die GPS-Daten per SMS über das normale Handynetz übertragen. Dabei gilt, wie bei jedem Notruf: Hat das Vertragsnetz an der Stelle keinen Empfang, dann nutzt das Handy jedes andere erreichbare Mobilfunk-Netz.

Nach der Installation der App kann über einen Demo-Modus sehr eindrucksvoll getestet werden, wie gut das System funktioniert. Dazu muss nach Demo-Aktivierung lediglich die Smartphone-Nummer auf der Internetseite www.echo112.com (externer Link) an einem internetfähigen Gerät in das Nummernfeld (mit der international gültigen +49 für Deutschland statt der ersten Null) eingetippt werden, und es öffnet sich eine detaillierte Satellitenkarte samt Angaben zu den GPS-Koordinaten und der nächstgelegenen Adresse.

 

Weitere Tipps für eine gute Standort-Bestimmung

Eine weitere Hilfe zur Orientierung im Wald können die zwischen Landesforsten und Rettungsdienst definierten Rettungspunkte sein. Hierbei handelt es sich um auffällige Schilder mit einer Landkreis-Kennung plus Nummer. Bei einem Unfall im Wald holt ein Mitarbeiter der Forst den Rettungsdienst am entsprechenden Rettungspunkt ab und führt ihn zur Unglücksstelle. Auch hier gibt es eine App, welche die nächstgelegenen Forst-Rettungspunkte zeigt: „Hilfe im Wald“.

 

Wichtige Angaben bei der Notruf-Meldung in unbekanntem Gebiet, wenn weder Ortungs-App noch Rettungspunkt verfügbar sein sollten:

  • Wo bin ich gestartet (Startpunkt)?
  • Wohin möchte ich (Ziel)?
  • Wo bin ich vorbeigekommen (Schilder, Hütten, Parkplätze, Gewässer, Felsen, andere auffällige Erscheinungen)?
  • Kennzeichen von eventuell in der Nähe abgestellten (Forst)-Fahrzeugen
  • WARTEN auf Rückfragen der Leitstelle

 

WhatsApp bietet auch eine Möglichkeit, den aktuellen Standort an Kontaktpersonen zu übermitteln.

 

„Erste Hilfe“-Pack für die Jackentasche

Die Hilfsorganisationen empfehlen, bei Ausflügen folgende „Erste Hilfe“-Utensilien mitzuführen, die in jede Jackentasche passen:

  • Rettungsdecke (hält warm, trocken und ist weithin gut sichtbar)
  • Verbandpäckchen und Verbandtuch
  • Dreiecktuch (notfalls auch zum Abbinden bei stärksten Blutungen)
  • Schutzhandschuhe, gegebenenfalls Beatmungs-Folie
  • einige Pflaster
  • etwas Traubenzucker

Außerdem schlägt der Harz-Klub vor, eine Trillerpfeiffe mitzunehmen, um sich damit im Bedarfsfall weithin bemerkbar machen zu können.


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