Samstag, 21. Oktober 2017


Geschrieben von ski am 11. Mai 2017
Aktuell

Der neue Minigolfplatz kann kommen

Der Förderbescheid für die Anlage wurde offiziell übergeben - sozusagen an Ort und Stelle

Der LAG-Vorsitzende Frank Uhlenhaut übergab den Bescheid an Bürgermeister Dr. Thomas Gans
Der LAG-Vorsitzende Frank Uhlenhaut übergab den Bescheid an Bürgermeister Dr. Thomas Gans
Es rührt sich etwas am bisherigen Spielplatz: man sieht rechts das Fundament des Gastropavillons, der mit einen Durchbruch zum Tennisheim angebunden werden soll.
Es rührt sich etwas am bisherigen Spielplatz: man sieht rechts das Fundament des Gastropavillons, der mit einen Durchbruch zum Tennisheim angebunden werden soll.
Die LAG-Mitglieder an Ort und Stelle: hier wird die Minigolfanlage entstehen
Die LAG-Mitglieder an Ort und Stelle: hier wird die Minigolfanlage entstehen
Die Boule-Bahn ist fertiggestellt, auch ein Freiluftschachfeld ist vorhanden
Die Boule-Bahn ist fertiggestellt, auch ein Freiluftschachfeld ist vorhanden

Die Sitzung der LAG (Lokalen Aktionsgruppe) der LEADER-Region Osterode begann am Mittwoch (10.05.2017) mit einem kleinen Marsch. Mit Minigolfschlägern bewaffnet, machten sich die LAG-Mitglieder vom Ratssaal der Stadt Bad Lauterberg auf in den benachbarten Kurpark, um genau an der Stelle eine offizielle Übergabe des Förderbescheids zu machen, wo die Gelder auch hinfließen werden. Denn dort ist die neue, zeitgemäße Minigolfanlage geplant, und von der vorgesehenen Umgestaltung des Kurparks ist ja sogar schon etwas zu sehen. 

Der Kinderspielplatz neben dem Tennisheim wurde abgebaut, dort ist bereits das Fundament für einen Gastropavillon erstellt, von wo aus die Minigolfanlage betrieben werden wird. Ebenfalls auf den ehemaligen Spielplatz kommen Sitzplätze, und genau dort, wo früher die alte, verwitterte Minigolfanlage war, wird die neue 18-Loch-Anlage entstehen. Sie bindet die nahe Oder auch thematisch mit ein: mit einem mäandernden Wasserlauf. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Anlage, die im Laufe des Sommers in Betrieb gehen soll. Betrieben werden soll sie von einer Gesellschaft, zu der auch einige Mitglieder des Tennisclubs gehören.

Für die neue Minigolfanlage erhält die Stadt jetzt die Fördermittel von 84.000€. Der eigentliche Beschluss der LAG war bereits im Januar 2016 gefasst worden, doch erst jetzt kommen die Fördermittel zur Auszahlung, da noch etliche bürokratische Hürden zu durchlaufen waren. Bürgermeister Dr. Thomas Gans bedankte sich bei den LAG-Mitgliedern und freute sich: „Viele Bürger haben sich wieder eine Minigolfanlage gewünscht, Minigolf ist ein Dauerbrenner für Groß und Klein. Das ist der erste Schritt weg vom klassischen, aber ein bisschen langweiligen Kurpark hin zum Naherholungs- und Freizeitgebiet für die ganze Familie – wir wollen ja Leben in den Kurpark bringen.“  

Spielplatz und Spass für alle Generationen - Kneipp-Verein stiftet Freiluft-Fitnessgeräte

Natürlich wird der Spielplatz nicht einfach gestrichen. Im Gegenteil: während der Spielbereich für die Kleineren im vorderen Bereich vor der Minigolfanlage neu angelegt wird (in Sichtweite der Sitzplätze, so dass man auch die Gastronomie vom Tennisheim genießen und trotzdem auf die Kleinen ein Auge haben kann), wird der neue „Mehrgenerationenspielplatz“ auf der anderen Seite der Tennisanlage entstehen, also Richtung Haus des Gastes.

Dazu stiftet der Bad Lauterberger Kneipp-Verein Freiluft-Fitnessgeräte, die alle Altersstufen zu mehr Bewegung anregen. Dorthin kommen auch die Spielgeräte vom bisherigen Spielplatz, sowie zusätzlich Geräte, die sich früher auf dem Schulhof der Lutterbergschule befanden. Die Mitglieder des Entscheidungsgremiums konnten sich außerdem auf dem Rückweg zum Ratssaal schon mal den fertiggestellten Boule-Platz und das Schachfeld ansehen.

Die Minigolfanlage im Kurpark ist eines von bislang drei bewilligten Projekten der LEADER-Region Osterode; die beiden anderen sind die Neukonzeption und -gestaltung des Hauses der Zorger Geschichte und Untersuchungen zur Lichtensteinhöhle als Grundlage für die erneuerte Ausstellung im HöhlenErlebnisZentrum Bad Grund.

Projekte in Herzberg (Domeyerpark) und Steina (Lesehalle) bewilligt

Aber es  sind  ja noch mehr Gelder im Fördertopf vorhanden, und so wurden bei der anschließenden Sitzung drei weitere Projekte vorgestellt. Zum einen wurde eine Förderung für die Neukonzeption und Gestaltung des Herzberger Domeyer-Parks beantragt. Unter anderem soll der jetzige Notausgang des Jugendzentrums der neue Eingang werden, dazu sind neue Spielgeräte, Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit einer Ausleihe von z.B. mobilen Fußballtoren, Grillrost etc. geplant.

Ein Projekt aus Steina bewarb sich ebenfalls um Fördermittel: dort soll die ehemalige Lesehalle zur multifunktionalen Veranstaltungs- und Ausstellungsstätte umgebaut werden. Sie  ist als einziges bei der Dorferneuerung 2002 nicht einbezogen worden: „Bis wir das Konzept zusammenhatten, ist die Förderung ausgelaufen.“ Jetzt droht die Lesehalle, über kurz oder lang eine Ruine mitten in einem vollsanierten Umfeld zu werden.
 
Die Webseite www.goettingerland.de soll künftig die Inhalte der stillgelegten Webseite des Landkreises Osterode beherbergen, die derzeit nicht abrufbar sind, sowie Inhalte des Landkreises Göttingen aufnehmen. Der Relaunch dieser Webseite ist das dritte vorgestellte Projekt.

Alle drei vorgestellten Projekte erhielten nach nichtöffentlicher Diskussion und Abstimmung eine Förderzusage durch das Gremium. Ganz besonders die Steinaer dürfte dies freuen; zahlreiche Zuschauer aus Steina waren bei der Präsentation anwesend und demonstrierten ihre Unterstützung für das Projekt. Der LAG-Vorsitzende Frank Uhlenhaut freute sich über das Zuschauerinteresse: „Der Sinn ist ja, die Bürger einzubinden, und das ist hier gelungen“.

Vorgespräche bezüglich Burg Scharzfels und Industriedenkmal Königshütte

Noch nicht vorstellungsreif, aber in Vorgesprächen befindet sich derzeit ein Projekt zum virtuellen Wiederaufbau der Burg Scharzfels. Ebenfalls in der Anbahnungsphase ist ein Projekt zur Sanierung der alten Maschinenhalle des Industriedenkmals Königshütte, wie Regionalmanagerin Anja Kreye berichtete.
Zuvor hatte das Gremium beschlossen, dass Mittel des Regionalmanagements zur Verfügung gestellt werden, um mit Hilfe eines externen Moderators die vielfältigen Akteure und Projekte im Bereich „Gipskarst“ miteinander zu vernetzen. Die Gipskarstlandschaft bildet ein Thema, das die gesamte Region betrifft und zu dem es viele vorhandene und geplante Ansatzpunkte und Projekte gibt, die von einer Vernetzung durch eine kompetente Person profitieren würden.  

Das LEADER-Programm ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Damit soll es lokalen Akteuren ermöglicht werden, Prozesse der Regionalentwicklung mitzugestalten, um das Potential der Region besser zu nutzen. Dazu werden vor Ort Lokale Aktionsgruppen (LAGs) gebildet, die über die Gesamtstrategie des Regionalentwicklungskonzepts und Projektanträge entscheiden. Sie bestehen aus Vertretern der Kommunen und Partnern aus Wirtschaft und Sozialwesen.
Stimmberechtigte Mitglieder der LAG Region Osterode am Harz sind die Städte Osterode am Harz, Herzberg am Harz, Bad Lauterberg im Harz, die Gemeinden Bad Grund (Harz) und Walkenried und die Samtgemeinde Hattorf am Harz, der Landkreis Göttingen sowie zu mindestens 50 % Wirtschafts- und Sozialpartner, die alle in der Region ansässig oder für sie zuständig sind.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.leader-region-oha.de  (externer Link) zu finden.


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