Montag, 18. Dezember 2017


Geschrieben von ski am 14. Juni 2017
Aktuell

Die fast echte Helene Fischer…

...und einige weitere Neuerungen gibt es beim Jubiläumsschützenfest in Barbis

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Detlef Kerl (links) und Hartmut Müller vom Schützenverein Barbis
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Detlef Kerl (links) und Hartmut Müller vom Schützenverein Barbis
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Vier Tage Ausnahmezustand in Barbis – das gibt es nur beim Schützenfest. Und das gilt in diesem Jahr ganz besonders: da wird es nämlich 275 Jahre alt.

Eigentlich wollte er das 275-jährige Jubiläum des Barbiser Schützenfests ja gar nicht in besonderer Weise begehen, erzählt Detlef Kerl: „Aber meine Vereinskollegen haben gesagt, lass uns das mal schön feiern. Beim 300-jährigen Jubiläum sind wir ja dann noch älter, da geht das dann vielleicht nicht mehr“. Der Vorsitzende des Barbiser Schützenvereins und sein zehnköpfiger Festausschuss haben jetzt viel zu tun, der Countdown läuft: vom 23.-26. Juni wird das Jubiläumsschützenfest auf dem Barbiser Festplatz gefeiert.

Kleinere Neuerungen im Ablauf

Dabei wird es anlässlich des Jubiläums zwar einige Neuerungen im Ablauf geben, aber man hält sich an die Regel: Never change a winning team. „Im Großen und Ganzen läuft das Fest traditionell“, so Kerl, der, wie viele seiner Vorstandskollegen, sich noch gut an die Feierlichkeiten vor 25 Jahren zum 250. Jubiläum erinnern kann.

Eine Festschrift, so wie damals, gibt es diesmal allerdings nicht. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden – eine Festschrift zu erstellen, macht eine Heidenarbeit, und der Druck kostet sehr viel Geld“, so Kassenwart Hartmut Müller.

Das Barbiser Schützenfest ist beim Publikum ohne Zweifel das beliebteste der Lauterberger Schützenfeste und zieht Besucher aus allen Ortsteilen an. „Wir haben den Vorteil, dass wir noch richtig im Festzelt feiern, das sorgt für Stimmung“, sagt Kerl. Diesmal wird übrigens mit einer neuen Zeltwirtin gefeiert, die jedoch viel Erfahrung mit solchen Veranstaltungen hat.

Ganz besonders großen Anteil an dem Gelingen des Schützenfestes hat dabei die AG Barbiser Vereine: „Die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen und der Feuerwehr läuft einfach super, die ziehen voll mit und unterstützen uns“.  Da in diesem Jahr auch keine sportlichen Großereignisse wie WM oder Olympiade mit dem Termin kollidieren, erhoffen sich die Barbiser Schützen wieder eine große Resonanz beim Publikum.

Zum Beginn wird am Freitag ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt. Neu ist dabei, dass die Eröffnung des Schützenfests und die Königsproklamation nicht vorher im Schützenhaus, sondern erst hinterher im Festzelt stattfinden.

Geänderte Route des großen Festzugs

Geändert wurde auch die Marschroute des großen Festzugs am Sonntag, die Länge der Strecke, die von den Teilnehmern zu bewältigen ist, ist jedoch in etwa gleich geblieben. Sie führt nun von der Oderfelder Straße - Barbiser Straße - Silkeroder Straße –Barbiser Straße - Osterwiese-Hinterstraße – Am Mühlengraben - Barbiser Straße zum Festplatz. Der Festzug wird diesmal mit Böllerschützen vom Füsilierbataillon Sondershausen-Schwarzenberg eingeleitet, die auch mitmarschieren. Außerdem sind neun Musikzüge und natürlich auch wieder zahlreiche Vereine dabei.  Ab Sonntag um 12 Uhr ist daher die Oderfelder Straße für den Umzug gesperrt.

Eine weitere Neuerung: das traditionelle Schützenfrühstück nach dem Gottesdienst im Festzelt am Sonntagmorgen wird diesmal nicht als warme Mahlzeit, sondern als Tscherper-Essen begangen.

Helene Fischer im Festzelt (jedenfalls fast)

Natürlich gibt es jede Menge Musik im Festzelt: am Kommersabend spielen die Barbiser Straßenmusikanten, am Samstag und Sonntagnachmittag spielen verschiedene Musikzüge zum Platzkonzert auf.
Als besondere Highlights treten am Samstagabend die Lasterbacher Musikanten auf und am Sonntag sorgt die „fast echte“ Helene Fischer für Stimmung. Der Montag gehört wie stets den Kindern, mit dem Kinderumzug und dem Puppentheater im Festzelt. Erstmals hat jedermann die Möglichkeit, gegen einen Kostenbeitrag beim Offiziersessen am Montagabend mitzuschmausen. Den Abschluss bildet das große Feuerwerk um 23 Uhr.

„Wir wünschen uns natürlich eine rege Beteiligung und viel Publikum beim Umzug und bei unseren Veranstaltungen“, sagt Detlef Kerl: „Natürlich ist im Zelt an allen Tagen und bei allen Konzerten freier Eintritt“.

Altehrwürdige Schützentradition...

Der Barbiser Schützenverein blickt auf eine lange Tradition zurück. Eine neue Schützenordnung im Amt Scharzfeld aus dem Jahre 1712 ist die urkundliche Erwähnung der Schützen. Allerdings dürfte der Schützenverein als solcher sogar noch älter sein, worüber es aber keine urkundlichen Nachweise gibt. Das Schützenwesen hat sich allmählich aus den Schutzwehren des Mittelalters entwickelt. Die Schützengesellschaften hatten gerade im Harz die Aufgabe, Hab und Gut der Bürger und die Bergwerke und Hütten zu schützen. In den Schützenordnungen wurden die Verhaltensregeln der Schützenbrüder festgelegt, ebenso wie Sanktionen bei Nichtbeachtung.
Das älteste  Kleinod am Schild des Barbiser Schützenvereins wurde im Jahr 1742 gestiftet. Darauf bezieht sich das 275-jährige Jubiläum des Schützenfestes. Es ist inzwischen so wertvoll, dass es im Banktresor aufbewahrt wird – die Königskette ist auch so schon schwer genug.

...und hoher Altersdurchschnitt

In seiner jetzigen Form besteht der Barbiser Schützenverein seit 1951, seit den 1960er Jahren gibt es auch eine Damenabteilung. Über 100 Mitglieder zählen die Barbiser Schützen, jedoch bleiben auch sie nicht vom demographischen Wandel verschont: „Unser einziges Problem ist, dass wir ein relativ alter Verein sind. Bei uns fehlt, wie bei vielen anderen Vereinen, die entsprechende Jugend“, so der Vorsitzende. Er stellt eine Art Vereinsmüdigkeit bei den Kindern und Jugendlichen fest: „Mit circa 16 Jahren kommt das kritische Alter, wo man sich nicht mehr so für den Schützenverein, sondern für andere Dinge interessiert“.
Einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins mit historischen Fotos kann man jeden Nachmittag ab ca. 17 Uhr dank Tageslichtbeamer im Festzelt sehen. Im Festzelt herrscht übrigens Rauchverbot – dafür gibt es eine große überdachte Terrasse.


Festprogramm zum 275. Schützen- und Volksfest 2017

Freitag, 23. Juni 2017
17.00 Uhr Kranzniederlegung am Ehrenmal Röhlberg
19.00 Uhr Abmarsch zum Festplatz
Marschweg: Barbiser Straße – Festplatz
19.30 Uhr Kommersabend im mit Königsproklamation Festzelt, mit Tanz

Sonnabend, 24. Juni 2017
06.30 Uhr Wecken durch den Fanfarenzug
13.00 Uhr Treffen beim Junggesellenkönig Sebastian Grunert,Barbiser Str. 126
13.45 Uhr Antreten der Damen, Herren, Junggesellen und Fahnenabordnungen
zum Abholen der Majestäten
14.00 Uhr Abmarsch zum Festplatz
Marschweg:Barbiser Str. 126 - Barbiser Straße – Festplatz
15.30 Uhr Platzkonzert der teilnehmenden Musikzüge
20.00 Uhr Tanz im Festzelt

Sonntag, 25. Juni 2017
10.00 Uhr Gottesdienst im Festzelt
10.30 Uhr Ehrungen, Vergabe der Pokale, Schützenfrühstück im Festzelt
Konzert mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Barbis
12.30 Uhr Proklamation des Kinderkönigs 2017
Bekanntgabe der neuen Majestäten 2018
13.00 Uhr Antreten zum Festumzug auf der Oderfelder Str.
14.00 Uhr Abmarsch des Festumzuges
Marschweg: Oderfelder Straße – Barbiser Str. – Silkeroder Str. –
Barbiser Str. – Osterwiese - Hinterstraße –
Am Mühlengraben -Barbiser Straße – Festplatz
15.00 Uhr Konzert der teilnehmenden Musikzüge
16.00 Uhr Einziehen auf dem Festplatz
20.00 Uhr Tanz im Festzelt, mit der fast echten Helene Fischer

Montag, 26. Juni 2017
13.30 Uhr Antreten zum Kinderumzug bei Fa. Deppe
14.00 Uhr Abmarsch zum Festplatz
Marschweg: Barbiser Straße – Am Mühlengraben – Hinterstraße –
Hohle Gasse - Barbiser Straße – Festplatz
15.00 Uhr Puppentheater im Festzelt
20.00 Uhr Tanz im Festzelt
23.00 Uhr Großes Höhenfeuerwerk und Ausklang


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