Sonntag, 19. November 2017


Geschrieben von ski am 29. Juni 2017
Aktuell

Reuter sichert Unterstützung für Rudolphi-Erweiterung zu

Der Landrat machte auf seiner Sommerreise Station in Bad Lauterberg und informierte sich über die Erweiterungspläne des Modehauses

Landrat Bernhard Reuter im Gespräch mit Gido Kröger, der Kreistagsabgeordneten Barbara Rien und Bürgermeister Dr. Thomas Gans
Landrat Bernhard Reuter im Gespräch mit Gido Kröger, der Kreistagsabgeordneten Barbara Rien und Bürgermeister Dr. Thomas Gans
Reuter sagte seiner Unterstützung für die geplante Erweiterung zu
Reuter sagte seiner Unterstützung für die geplante Erweiterung zu
Ein Magnet für den Bad Lauterberger Boulevard - mit vielen eigenen Parkplätzen: Reuter zeigte sich von den bisherigen Erweiterungsmaßnahmen beeindruckt
Ein Magnet für den Bad Lauterberger Boulevard - mit vielen eigenen Parkplätzen: Reuter zeigte sich von den bisherigen Erweiterungsmaßnahmen beeindruckt

Landrat Bernhard Reuter tourt gerade durch den neuen Großkreis und besuchte auf seiner „Sommerreise“ dabei auch Bad Lauterberg, um sich über neue Entwicklungen und die lokalen Anliegen zu informieren. Nach einem Hintergrundgespräch mit Bürgermeister Dr. Thomas Gans besichtigte er dabei am Mittwoch (28.06.2017) das Modehauses Rudolphi nach der jüngsten Erweiterung und ließ sich über die neuesten Vorhaben unterrichten, begleitet wurde er dabei von einigen SPD-Mitgliedern.

Denn bei Rudolphi gibt es so etwas wie Stillstand überhaupt nicht: die Inhaberfamilie Kröger plant bekanntlich bereits die nächste Erweiterung. Diesmal soll das Wäschehaus wachsen. Hinter dem Gebäude befindet sich der „alte“ Rudophi-Parkplatz, dort soll das Gebäude einen zweigeschossigen Anbau erhalten. Dafür werden zwölf Parkplätze auf dem Parkplatz entfallen, nämlich diejenigen, die sich direkt vor dem bisherigen rückseitigen Eingang befinden. Entstehen soll dort ein zweigeschossiger Flachbau, der fast komplett verglast sein wird; dies bedeutet eine Erweiterung um 400 Quadratmeter. Auch die Front des Wäschehauses zur Hauptstraße soll eine neue Optik mit viel Glas erhalten.

Reuter sagt Unterstützung seitens der Kreisverwaltung zu

Doch bei ihren bisherigen An- und Umbauten hat Familie Kröger oft lange Verzögerungen durch die Behörden hinnehmen müssen, wie Gido Kröger erklärte: „Ich verstehen die Notwendigkeit des Brandschutzes, aber es gibt viele Verwaltungsdinge im Baubereich, wo wir uns mehr Entgegenkommen wünschen.“ Ganz besonders lange Genehmigungsdauern sowie Auflagen, die von der Baubehörde in letzter Minute plötzlich erhoben werden, machen dem Geschäftsmann Sorgen: „Eine solche Baumaßnahme müssen wir schon wegen des Wareneinkaufs sehr weit im Vorhinein planen. Wenn wir einen Eröffnungstermin verschieben müssen, ensteht sofort ein riesiger Warenstau.“  Reuter sagte zu, dass er innerhalb seiner Verwaltung klarstellen werde, dass er die Erwartung habe, dass dieses Bauvorhaben funktionieren werde.  Das erweiterte Wäschehaus soll, so die derzeitige Planung, nach vier Monaten Bauzeit im Herbst nächsten Jahres eröffnet werden.

Das Boulevard-Facelifting geht weiter

Und damit auch der Straßenbelag zur schicken Optik des Wäschehauses passt, wird Kröger auch die Erneuerung des Pflasters fortführen. Die bei der Erweiterung im letzten Jahr vorgenommene Pflasterung der oberen Hauptstraße wird im gleichen Stil weitergeführt bis zu Ritterstraße. Die Bad Lauterberger können sich also über eine weitere Verschönerung ihres Boulevards freuen. Diese Maßnahme soll bereits in diesem Jahr erfolgen, damit die Beeinträchtigung für die Kunden und die Einzelhändler so gering wie möglich bleibt, erklärt er.

Schwer zu finden: gute Azubis

Den Erfolg von Rudolphi trotz der Konkurrenz durch den Internethandel führt Kröger wesentlich auf die Bedienungsqualität zurück: „Wir haben eine hohe Verkaufsdichte, weil wir viel Geld für Personal ausgeben.“ Derzeit beschäftigt das Haus rund 100 Mitarbeiter, die sich auf 5000 Quadratmetern Gesamtfläche um die Kunden kümmern. Was sich jedoch manchmal als schwierig erweist, ist, Nachwuchs zu gewinnen, wie Gido Kröger berichtet: „Wir würden gerne mehr ausbilden, derzeit haben wir nur zwei Azubis. Doch die Samstagsarbeit und das schlechte Image des Handels schrecken leider viele gute Bewerber ab.“ Dabei sei der Beruf an sich nicht schwierig: „Nur kontaktfreudig sollte man schon sein.“

 „Bad Lauterberg hat großes Glück, dass es auf Rudolphi zählen kann“, so Reuter: „Ein solches Haus hat es in Herzberg oder Osterode nicht gegeben.“ Mit bekanntem Ergebnis. Auch in Göttingen fließt viel Kaufkraft aus der Innenstadt ab, weil zu viel auf die grüne Wiese gesetzt wurde, da sind sich Kröger und Reuter einig. Das muss Bad Lauterberg glücklicherweise nicht befürchten: denn die Wäschehaus-Erweiterung wird bestimmt nicht das letzte Projekt des Modehauses Rudolphi bleiben.


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