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Montag, 21. Mai 2018

Aktuell


Geschrieben von Peter Bischof (Förderverein Schloss Herzberg) am 16. Mai 2018
Aktuell

Historisches und Neues rund ums Welfenschloss

Umfangreiches Programm beim Förderverein Schloss Herzberg – „Hofhaltung um 1650“ wird wegen des Erfolges wiederholt

Die Vorträge im Schloss zum Museumstag 2018 fanden eine große Zuhörerschaft. 190 Besucher kamen am 13. Mai in das Schloss. (Fotos: Schloss Förderverein)
Die Vorträge im Schloss zum Museumstag 2018 fanden eine große Zuhörerschaft. 190 Besucher kamen am 13. Mai in das Schloss. (Fotos: Schloss Förderverein)
Manfred Kirchner referiert in der Kluft der Schwiegershäuser Hirten. Schwiegershausen gehörte damals zum Amtsbezirk Herzberg.
Manfred Kirchner referiert in der Kluft der Schwiegershäuser Hirten. Schwiegershausen gehörte damals zum Amtsbezirk Herzberg.
Am 30. Mai 2018 berichtet das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen über die aktuellen Maßnahmen am Schloss Herzberg. Zurzeit werden der Marstallflügel und der Uhrenturm saniert.
Am 30. Mai 2018 berichtet das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen über die aktuellen Maßnahmen am Schloss Herzberg. Zurzeit werden der Marstallflügel und der Uhrenturm saniert.

Aufgrund des großen Erfolges am Museumstag wiederholt Manfred Kirchner seinen Vortrag „Hofhaltung um 1650“ am Freitag, dem 18. Mai 2018, um 16 Uhr im Rittersaal des Welfenschlosses in Herzberg. 190 Personen besuchten am Sonntag (13.05.2018) das Schloss, im Vorjahr waren es nur 140 Besucher. Für den Vortrag am Freitag wird der reguläre Eintrittspreis für das Museum genommen.

 

Vereinsfahrt nach Sondershausen

Am Dienstag, 26. Juni 2018, lädt der Förderverein Schloss Herzberg zur ersten Vereinsfahrt dieses Jahres nach Sondershausen ein. Auf dem Programm stehen eine Führung durch das Schlossmuseum Sondershausen, Residenz des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen, eine Stadtführung samt Besichtigung der Trinitatiskirche und des Fürstenmausoleums und eine Besichtigung des Jagdschlosses und Tiergeheges auf dem Possen.

Das Mittagessen ist im Hotel Thüringer Hof in Sondershausen geplant, Kaffeetrinken im Jagdschloss oder im Biergarten auf dem Possen.

Abfahrt wird um 8 Uhr am Busbahnhof Herzberg sein, die Rückkehr ist für 18.30 Uhr geplant. Es wird ein Kostenbeitrag von 25 Euro erhoben. Auch Nicht-Vereinsmitglieder können mitfahren. Anmeldungen können unter Telefon 05521 / 47 99 vorgenommen werden.

 

Vortrag zur Fahrt

Passend zu der Fahrt bietet der Förderverein einen Vortrag im Rittersaal an. Am Mittwoch, dem 23. Mai 2018, ab 19 Uhr referiert Dr. Gerlinde Gräfin von Westphalen über das Thema „Anna Luise von Schwarzburg – Die letzte Fürstin“.

Auf ein Leben in Zeiten außerordentlicher historischer Umbrüche konnte die letzte Fürstin von Schwarzburg-Rudolstadt-Sondershausen, Anna Luise (1871-1951), zurückblicken. Das wilhelminische Kaiserreich, die Abdankung ihres Gemahls, des letzten regierenden Fürsten Günther (1852-1925) im Jahre 1918, die Weimarer Republik, das Dritte Reich, zwei Weltkriege und der Beginn der DDR prägen die Biografie dieser interessanten Frau. Anna Luise war im Jahr 1951 die einzige Fürstin, die nach der Bodenreform nicht in den Westen ging, sondern sich unter für sie schwierigen Lebensumständen in der DDR einrichtete.

Seit dem Tod der Fürstin 1951 lag ihr umfangreicher Nachlass weitgehend unberührt im Thüringer Staatsarchiv in Rudolstadt: eine nahezu lückenlose Tagebuchfolge, Briefe, Dokumente, mehr als 30 Fotoalben und eine Sammlung von mehr als 1.500 Negativen. Anna Luise, eine passionierte Fotografin, hielt ihr Alltagsleben in zahlreichen Aufnahmen mit Blick für Details und künstlerischen Eindruck fest.

Die Referentin Dr. Gerlinde Gräfin von Westphalen studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Trier, Köln und Berlin. Seit ihrer Promotion an der Universität Halle-Wittenberg ist sie im Kulturmanagement tätig und führt die Galerie in der Burg im nordthüringischen Großbodungen.

 

Baumaßnahmen im Schloss

Marcus Rogge, Leiter des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen, und seine Stellvertreterin Anke Westphal referieren am Mittwoch, 30. Mai 2018. „Sanierung des Schlosses Herzberg: Sachstand und Ausblick“ ist das Thema des Vortrages, der bereits um 17 Uhr im Rittersaal beginnt.

Marcus Rogge und Anke Westphal werden einen Einblick in die laufenden Baumaßnahmen und weiteren Planungen für die Sanierung des Schlosses geben.

 

Prof. Biegel referiert wieder

Am Dienstag, 12. Juni 2018, ist ab 19 Uhr Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel vom Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig wieder im Rittersaal zu Gast. Er wird „Die Rolle des Herzogs Christian von Braunschweig (aus der Wolfenbütteler Linie) und des Herzogs Georg von Calenberg (aus der Cellenser Linie) im 30-jährigen Krieg“ beleuchten. Prof. Biegel will in diesem Vortrag darstellen, wie sich die kriegerischen Auseinandersetzungen in den ersten Kriegsjahren für die Bevölkerung in Süd-Niedersachsen auswirkten.

Eine der schillerndsten Persönlichkeiten der europäischen Geschichte mit braunschweigischer Herkunft war der jüngste Sohn von Herzog Heinrich Julius: Christian von Braunschweig. Sein Beiname „Der tolle Christian“ oder „Der tolle Halberstädter“ – letzterer abgeleitet von dem Titel eines Administrators des Bistums Halberstadt, den er seit seinem 17. Lebensjahr führte – weist auf die ereignisreiche Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Damals war der junge Fürst einer der fanatischsten Vorkämpfer des Luthertums im niedersächsischen Raum. Er galt den einen als blindwütiger Mordbrenner, den anderen als zu spät gekommener Minne-Ritter. Die Zuneigung zu seiner Verwandten Elisabeth, der entthronten „Winterkönigin“ von Böhmen, bildete den Hintergrund der emotional bestimmten Episoden-Schilderungen.


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Notizen

Blaulicht

Bild der Woche