Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Montag, 24. September 2018

Aktuell


Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 17. Mai 2018
Aktuell

Museumstag auf der Königshütte

Förderkreis hat wieder Einblick in die Geschichte des Industriedenkmals ermöglicht

Da kommt keine Führung drum herum: Eine der Besuchergruppen am Hüttenbrunnen.
Da kommt keine Führung drum herum: Eine der Besuchergruppen am Hüttenbrunnen.
Der Vorsitzende des Förderkreises Hans-Heinrich Hillegeist mit einem historischen Foto der Gießhalle…
Der Vorsitzende des Förderkreises Hans-Heinrich Hillegeist mit einem historischen Foto der Gießhalle…
…und ein Überbleibsel derselben – Neogotik in der Hochofenhalle.
…und ein Überbleibsel derselben – Neogotik in der Hochofenhalle.
Natürlich war auch der Blick in die Maschinenfabrik möglich.
Natürlich war auch der Blick in die Maschinenfabrik möglich.

Unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ ist am Sonntag (13.05.2018) an vielen Orten in Deutschland der Internationale Museumstag begangen worden. Auch der Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg hatte sich daran beteiligt und zu der Veranstaltung auf das Gelände des Industriedenkmals eingeladen.

Ab 11 Uhr gab es alle 90 Minuten professionelle Führungen über das Gelände und zum Teil auch durch die geschichtsträchtigen Gebäude. Dabei erhielten die Besucher Einblicke in die Historie der bereits 1733 gegründeten Königshütte. Die dort verarbeiteten Eisenerze stammten aus den Revieren von Bad Lauterberg, Sieber, St. Andreasberg, Lerbach, Ilfeld und Elbingerode. Das Werk umfasste ursprünglich 14 Gebäude, darunter zwei Hochöfen, drei Frischfeuer, drei Hammerhütten und eine Drahthütte. Über den am Scholmwehr beginnenden Hüttengraben wurde das Betriebswasser von der Oder zu den Wasserrädern geführt, durch die wiederum verschiedene Maschinen angetrieben wurden. Die Herstellung von unterschiedlichen Eisenprodukten von hoher Güte wurde ein Markenzeichen der Hütte.

 

Besonders anschaulich auch für Kinder

Der Betrieb wurde 1871 privatisiert, bei den umfangreichen Modernisierungsarbeiten wurden die jeweiligen Kunstrichtungen der damaligen Epochen teilweise berücksichtigt und sind heute noch erkennbar. Neogotik und klassizistischer Stil haben deutliche Spuren hinterlassen. Nach der Privatisierung wurde der Betrieb in eine reine Gießerei umgewandelt, auch eine Mühlenbauanstalt und eine Industriemühle wurden betrieben.

Im Jahr 2001 wurde der Betrieb auf dem Gelände eingestellt. Seitdem wird das Industriedenkmal von den Eigentümern und dem Förderkreis Königshütte erhalten. Für die Besucher am Museumstag wurden während der Führungen zwei Maschinen angeworfen, an denen die Arbeit aus vergangenen Tagen demonstriert wurde. Besonders anschaulich – insbesondere für die Kinder – war die Vorführung des Hüttenbetriebes an einem Modell. Für die Kinder wurde eine Rallye veranstaltet; sie konnten auf einem Fragebogen entsprechend gewonnene Erkenntnisse niederschreiben, nach der Auswertung wurden Preise verliehen. Nach den Führungen konnten sich die Besucher bei bestem Wetter an verschiedenen Ständen stärken.


.................................................................................................................................................


Blaulicht

Bild der Woche