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Dienstag, 25. September 2018

Aktuell


Geschrieben von ski am 29. Juni 2018
Aktuell

Sommerlaune und Fußballtrauer in der heimlichen Hauptstadt des Landkreises

Beim Sommerfest der Kliniken Dr. Muschinsky fehlte es an nichts – außer am sportlichen Erfolg

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Geschäftsführer Erik Cziesla begrüßte die Gäste
Geschäftsführer Erik Cziesla begrüßte die Gäste
Für das leibliche Wohl war - wie immer - bestens gesorgt...
Für das leibliche Wohl war - wie immer - bestens gesorgt...
...und die Tombola ist jedes Jahr ein Selbstläufer
...und die Tombola ist jedes Jahr ein Selbstläufer
Die Besucher verfolgten das Fußballspiel gespannt
Die Besucher verfolgten das Fußballspiel gespannt
An dieser Stelle hätten wir gerne ein Bild mit jubelnden Besuchern gezeigt. Doch ein Tor für die deutsche Mannschaft wollte einfach nicht kommen...
An dieser Stelle hätten wir gerne ein Bild mit jubelnden Besuchern gezeigt. Doch ein Tor für die deutsche Mannschaft wollte einfach nicht kommen...
Da musste sich das Neue Berghornisten-Corps Clausthal-Zellerfeld anstrengen, um die Stimmung wieder zu heben
Da musste sich das Neue Berghornisten-Corps Clausthal-Zellerfeld anstrengen, um die Stimmung wieder zu heben

„Zum einundzwanzigsten Mal veranstalten wir unser Sommerfest, zwanzig Mal davon hatten wir Sonnenschein“ stellte Erik Cziesla, Geschäftsführer der Kliniken Dr. Muschinsky, fest. Auch am Mittwoch, 27.06.2018, konnte er nicht über das Wetter klagen. Der Andrang beim Sommerfest war zunächst vielleicht ein klein wenig geringer als sonst, schließlich wollten viele das Fußballmatch gegen Südkorea nicht verpassen. Das mussten die Besucher aber auch nicht, denn auf mehreren großen Bildschirmen konnten sie das Spiel verfolgen.

Umbaupläne: Klinik erhält neues Gesicht

Cziesla berichtete von den anstehenden Umbauplänen in der Klinik: ab Ende August soll es losgehen. Das Gebäude erhält neue Fahrstühle und ein komplett neues Treppenhaus, außerdem wird das ganze Dachgeschoss angehoben und die oberste Ebene komplett erneuert. „Die ganze Klinik erhält ein neues Gesicht“, so der Geschäftsführer. Ende nächsten Jahres soll die Maßnahme mit einem Investitionsvolumen von rund 3 Millionen Euro abgeschlossen sein.

Dünner als sonst sah es mit der politischen Prominenz unter den Gästen aus, denn die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann und Fritz Güntzler, die das Fest normalerweise nicht verpassen, wurden angesichts der aktuellen politischen Ereignisse in Berlin gebraucht: „Die Politiker im Bund sollen ruhig mal arbeiten, das ist nötig“, erklärte der Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Hausmann (SPD) dazu. Er überbrachte eine gute Nachricht aus Hannover: „Die eine Milliarde Bußgeld, die VW zahlen muss, geht an das Land und soll in die Digitalisierung und in die Gesundheitsversorgung gesteckt werden – davon wird auch unsere Region profitieren“. Für das letzte Gruppenspiel der deutschen Fußballmannschaft zeigte er sich optimistisch.

Die heimliche Hauptstadt des neuen Landkreises Göttingen: Bad Lauterberg!

Der stellvertretende Landrat des Landkreises Göttingen, Dr. Andreas Philippi, betonte, dass auch die Kliniken Dr. Muschinsky von der Landkreisfusion profitiere; die Einweisungszahlen aus dem Landkreis Göttingen seien gestiegen. Für Bad Lauterberg, das er als die „heimliche Hauptstadt des neuen Landkreises“ bezeichnete, gab er eine Empfehlung ab, zu fusionieren: „Der Landkreis hat gezeigt, wie Fusion funktioniert. Wir können da der Kommune Tipps geben. Wer sich nämlich selbst zusammenschließt, kann auch selbst gestalten, und kriegt nicht alles vorgeschrieben.“

Bürgermeister Dr. Thomas Gans freute sich: „Ich werde das demnächst in Göttingen weitererzählen, dass wir die heimliche Hauptstadt sind – hoffentlich sehen die das da genauso.“ Was die Bundestagsabgeordneten betrifft, zweifelte er allerdings daran, dass eine halbe Stunde vor Beginn des Spiels gegen Südkorea in Berlin noch gearbeitet werde.

Rotary-Präsident Andreas Körner konnte berichten, dass für die mittlerweile im Kurpark aufgestellte Bücherzelle bereits 5.000 Bücher gesammelt wurden - die ersten davon wurden beim Muschinsky-Sommerfest im Vorjahr abgegeben. Die Zelle werde gut angenommen; weitere Bücher werden vorerst nicht benötigt, es sei denn, es handle sich um Kinderbücher oder Comics.

Nur das Fußballergebnis trübte die Stimmung

Die Bewirtung der Gäste mit Getränken übernahm diesmal das Team des Kindergartens Spatzennest, bestehend aus Mitarbeiterinnen und einigen Eltern, so dass der Erlös in die weitere Ausstattung der städtischen Kindertagesstätte, die ja erst in neue Räumlichkeiten gezogen ist, mit Spielsachen gehen wird. Bei Gegrilltem, Pulled Pork Burgern oder Pilzpfanne musste auch niemand Hunger leiden, und die berühmte Tombola, bei der wieder ein Fernseher als Hauptpreis verlost wurde, sorgte wie jedes Jahr für lange Schlangen an der Ausgabe der zahlreichen Preise. Die kleinen Gäste hatten viel Spaß auf der Rutschburg und auf dem Kinderkarussell, während die Großen gebannt auf die Bildschirme starrten.

Doch eines lief gar nicht nach Plan: die schlechte Leistung der deutschen Mannschaft, die für das Ausscheiden aus der WM und enttäuschte Gesichter bei den Gästen im Klinikgarten sorgte. Nicht nur Erik Cziesla gönnte sich daraufhin erst einmal einen Schnaps zum Trost: „Das 21. Sommerfest streichen wir einfach aus der Chronik“.  Das wäre aber stark übertrieben – das Muschinskyfest ist schließlich auch ohne Fußballsieg schön. Zahlreiche Lauterberger kamen auch erst nach Ende des Spiels zum Sommerfest – und wenn man schon nichts zu feiern hatte, so konnte man wenigstens gemeinsam bei einem Trostbier über die enttäuschende Leistung der deutschen Fußballer diskutieren.


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