Sonntag, 20. August 2017


Geschrieben von Mareike Spillner (Kirchenkreis Harzer Land) am 05. August 2017
Kirchen

52.000 Mal Menschen satt gemacht

Osteroder Tafel: Lebensmittelausgabe in Herzberg hat Zehnjähriges gefeiert

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Sechzehn aktive Helfer, 100 Lebensmittelkisten pro Woche und etwa 63 Haushalte, die zwei Mal wöchentlich versorgt werden: In zehn Jahren hat die Ausgabestelle der Osteroder Tafel in Herzberg etwa 52.000 Mal „Familien oder auch alleinstehende Personen satt und glücklich gemacht“, zog Cordula Gaebel am Mittwoch (02.08.2017) bei den Feierlichkeiten im Martin-Luther-Haus Bilanz. Zusammen mit Dr. Gisa Schäfer ist sie seit den Anfängen dabei, als in der Christuskirche die ersten Gespräche mit Vertretern der verschiedenen Konfessionen zur Umsetzung einer Ausgabestelle in Herzberg stattfanden.

„Zehn Jahre Lebensmittelausgabe in Herzberg – ist das ein Grund zu feiern? Wo die Bedürftigkeit noch immer hoch ist? Wir meinen: ja!“, stellten die beiden fest. Sie dankten zunächst ihrem starken Helferteam, das sich seit Jahren selbstlos einsetzt, harmonisch zusammenarbeitet und auch schon mal Kleidung, Geschirr, Möbel und zusätzliche Lebensmittel von Zuhause mitbringt, wenn Not am Mann ist. „Dank gebührt der Tafel in Osterode und den Kirchengemeinden, der evangelischen, die uns das Martin-Luther-Haus zur Verfügung stellt, und der katholischen, die uns als Ausweichmöglichkeit einen Raum im Gemeindehaus überlässt“, so Gaebel in ihrer Rede vor vielen Ehrengästen.

 

„In der Not helfen und diese lindern“

Darunter war natürlich auch Dr. Hartmut Herrmann, Vorsitzender der Osteroder Tafel, mit dem kompletten Vorstandsteam. Sie hatten als Anerkennung für jeden Helfer noch ein Geschenk dabei, um das besondere Engagement für die Tafel zu würdigen. Auch Pastor Bernhard Sulimma von der Nicolaigemeinde hielt einige Grußworte: „Wir haben nicht die Möglichkeit, aus der Not zu helfen. Aber wir können in der Not helfen und diese lindern. Und der Bedarf hier in Herzberg wurde erkannt. Die vier christlichen Gemeinden – zwei evangelische, die katholische und die baptistische – haben dafür vor zehn Jahren die Trägerschaft übernommen“, stellte er heraus.

Stellvertretend für den Herzberger Bürgermeister Lutz Peters brachte Fachbereichsleiter Michael Nienstedt nicht nur eine „Kassenstandsverstärkung“ mit. Er überreichte auch zwei Regenschirme als symbolisches Zeichen der Stadt: „Wenn sie die Hilfe des Bürgermeisters oder der Stadt brauchen, lassen wir sie nicht im Regen stehen, sondern helfen gerne mit Rat und Tat weiter.“

 

Hoffen, dass Bedarf nicht wieder steigt

Schließlich nahmen sich die Gäste die Worte von Cordula Gaebel zu Herzen: „Heute wollen wir darauf anstoßen, dass wir weiterhin Bedürftigen helfen können. Dass genügend Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, von den Märkten freigestellt werden. Aber auch hoffen, dass die Anzahl der benötigten Kisten nicht wieder steigen muss.“ Im Anschluss traf man sich am Buffet und saß bei netten Gesprächen noch eine Weile zusammen.

Die Osteroder Tafel hat insgesamt mit allen Außenstellen etwa 90 Mitarbeiter – der Großteil arbeitet ehrenamtlich. Pro Woche kommen etwa fünf Tonnen Lebensmittel zusammen. Heute gibt es neben der Hauptstelle in Osterode Ausgaben in Bad Lauterberg, Herzberg, Hattorf, Pöhlde, Gieboldehausen, Duderstadt und mehrere in der Samtgemeinde Bad Grund – alle in kirchlichen Einrichtungen.


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