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Donnerstag, 19. Juli 2018


Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 28. Mai 2018
Kirchen

Im Dienste der Gemeinde

Vorträge bei der Sitzung des Kirchenkreistages Harzer Land

Die Kirche in Hahnenklee ist ein touristischer Anziehungspunkt.
Die Kirche in Hahnenklee ist ein touristischer Anziehungspunkt.
Beauftragte für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in der Region Oberharz: Sybille Fritsch-Oppermann.
Beauftragte für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in der Region Oberharz: Sybille Fritsch-Oppermann.
Erledigen als Gemeindekuratoren viel Arbeit für ihre Gemeinden: Vera Fröhlich und Dieter Reinecke.
Erledigen als Gemeindekuratoren viel Arbeit für ihre Gemeinden: Vera Fröhlich und Dieter Reinecke.

Zwei Vorträge haben auf der Tagesordnung der Kirchenkreistagssitzung am Freitag (25.05.2018) gestanden. Pastorin Sybille Fritsch-Oppermann stellte ihre Arbeit im Bereich des Tourismus und der Kultur im Oberharz vor und Vera Fröhlich und Dieter Reinecke sprachen über die Aufgaben eines Gemeindekurators.

Dieses Ehrenamt zeichne sich vor allem durch eine Visitenkarte aus, erläuterte Reinecke scherzhaft, denn wenn er die zückt, mache das gleich viel mehr Eindruck, als wenn er früher ohne diesen wohlklingenden Titel für seine Gemeinde unterwegs war. Gerade bei Spenden für Veranstaltungen im Umfeld der Kirche mache sich dieser Unterschied deutlich bemerkbar.

 

Ansprechpartner vor Ort sein

Aber ist die Visitenkarte alles, was den Gemeindekurator vom Kirchenvorstandsmitglied oder anderen Ehrenamtlichen unterscheidet? Wodurch zeichnet sich diese Arbeit aus? So genau lasse sich die letzte Frage nicht beantworten, machte Vera Fröhlich deutlich. Sie ist seit vielen Jahren in Förste im Kirchenvorstand und seit einiger Zeit auch als Gemeindekuratorin tätig. In beiden Funktionen übernimmt sie all die Aufgaben, die nun einmal anfallen.

Gerade in Zeiten der Vakanz zeige sich jedoch, wie wichtig eine Gemeindekuratorin als erste Ansprechpartnerin vor Ort sein kann, wenn sie nämlich all die organisatorischen Dinge im Blick hat, die ansonsten vielleicht auf der Strecke bleiben. „Und auch, wenn ein Pastor für mehrere Gemeinden zuständig ist, dann kann ich als Gemeindekuratorin das Bindeglied und Ansprechpartnerin vor Ort sein“, berichtete sie weiter. Bei ihr laufe vieles zusammen und sie kann dem Pastor in manchen Dingen den Rücken freihalten.

Für diese Tätigkeit hat sie einen Ausbildungskurs der Landeskirche absolviert, in dem es allerdings weniger darum geht, neue Fertigkeiten zu erlernen als vielmehr darum, jene Bereiche zu finden, in denen sich der Gemeindekurator zum Wohle aller einbringen kann.

Für Dieter Reinecke aus Bad Grund war das im Grunde alles, was mit Finanzen zu tun hat. Als gelernter Finanzbuchhalter unterstützt er den Kirchenvorstand nun in Sachen Bauanträge, Kostenaufschlüsselungen und vielem anderen, was andere so ungern tun. „Am Anfang wusste eigentlich keiner so richtig, wozu ich überhaupt da bin, aber das hat sich inzwischen geändert“, erzählte er. Der Gemeinde erspart er mittlerweile viel Geld und auch viel Ärger. „Außerdem habe ich tolle Freunde gefunden, habe eine tolle Zeit und möchte es nicht missen“, zog er Bilanz.

Im September startet übrigens ein neuer Ausbildungskurs für Gemeindekuratorinnen und -kuratoren. Jeder, der sich mit individuellen Kompetenzen in seiner Gemeinde einbringen will, kann sich dazu anmelden, weitere Informationen gibt es im Haus kirchlicher Dienste in Hannover, Telefon 0511 / 12 41 und per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

 

Touristische Strahlkraft mit kirchlichem Leben verbinden

Nicht nur für eine Gemeinde ist Sybille Fritsch-Oppermann tätig, als Beauftragte des Kirchenkreises Harzer Land für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in der Region Oberharz. Ihre Arbeit besteht aus Gottesdiensten, die in Hahnenklee „touristisch initiiert“ sind, wie sie sagte, und dazu weiteren Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen, die sich an Einheimische wie an Besucher richten.

Als Beispiel nannte sie die Fotoworkshops zum Thema „Mit den Augen pilgern“, die noch bis Dezember 2018 an verschiedenen Orten angeboten werden. Hier können Laien wie Profis teilnehmen und bis jetzt habe es auch sowohl von den einen wie von den anderen äußerst positive Rückmeldungen gegeben.

Allerdings ist auch das nur ein Baustein ihrer Tätigkeit. Noch dazu plant sie für die kommenden Jahre weitere Aktionen und Events und bemüht sich um deren Finanzierung, um die touristische Strahlkraft des Harzes mit dem kirchlichen und gemeindlichen Leben in den einzelnen Orten zu verbinden und die Idee des Pilgerns weiter zu vertiefen.


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