Freitag, 15. Dezember 2017


Geschrieben von Boris Janssen am 04. März 2017.
Politik

Wahlsieg bringt Kraft und Selbstbewusstsein

Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Bad Lauterberg – Landtagskandidat Andreas Körner kann auf große Unterstützung hoffen

Viel Energie für die Bad Lauterberger Union (v.l.): Landtagskandidat Andreas Körner, langjähriges Mitglied Horst Minetzke und das Vorsitzendentrio des Stadtverbandes Rolf Lange (Stellvertreter), Roland Stahl und Christian Schäfer (Stellvertreter).
Viel Energie für die Bad Lauterberger Union (v.l.): Landtagskandidat Andreas Körner, langjähriges Mitglied Horst Minetzke und das Vorsitzendentrio des Stadtverbandes Rolf Lange (Stellvertreter), Roland Stahl und Christian Schäfer (Stellvertreter).

Der CDU-Stadtverband will aus dem historischen Wahlsieg bei der Kommunalwahl 2016 Kraft ziehen und mit viel Energie und Selbstbewusstsein in die Wahlkämpfe zur Bundestags- (24. September 2017) und zur Landtagswahl (14. Januar 2018) gehen. Das ist auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag (02.03.2017) deutlich geworden. Vor allem der Bad Lauterberger Landtagskandidat Andreas Körner kann auf große Unterstützung aus seiner Heimatstadt hoffen. Die hatte er bereits auf der Aufstellungsversammlung des CDU-Kreisverbandes bekommen, als er sich schon im ersten Wahlgang durchsetzen konnte. Das sei „eine bemerkenswerte Mannschaftsleistung“ gewesen, die weitere Kraft geben könne, betonte Stadtverbandsvorsitzender Roland Stahl.

 

Bericht des Vorsitzenden: Wahlkämpfe haben höchste Priorität

Zufrieden ist Stahl auch mit der Mitgliederentwicklung. Der Stadtverband zählt weiterhin 72 Mitglieder. Sie sind zwischen 25 und 95 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 61,29. Zwar ist der Verband damit wieder ein kleines bisschen „älter“ geworden, andererseits waren auch vergleichsweise viele junge Neumitglieder zur Versammlung gekommen. „Wir wachsen weiter“, stellte Stahl fest. „Und zwar stärker als alle anderen Stadtverbände im Kreis.“ Seit 2013 habe es 26 neue Mitglieder gegeben. Die Mitgliedergewinnung werde weiter eine wichtige, gar die entscheidende Rolle spielen.

Die Kommunalwahl 2016 bezeichnete Stahl als „historisch“. Zum ersten Mal sei die CDU stärkste Kraft im Stadtrat geworden. Man müsse zwar auch ehrlich sagen, dass man Stimmenanteile verloren habe, aber: „Das war eine tolle Leistung, wie wir uns gegen die Widrigkeiten durchgesetzt haben.“ Auch der Landratskandidat Ludwig Theuvsen habe ein „respektables Ergebnis“ einfahren können.

In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende an die Besichtigung der Firma Wistoba, die Ferienpassaktion und die Veranstaltung „CDU & Friends 4.0“. Verwundert ist er, dass das schon traditionelle Spielplatz-Aufräumen beim städtischen Bauhof auf wenig Gegenliebe stoße. Die Kritik: Die Aktion vermittle den Eindruck, als traue man dem Bauhof nicht zu, seine Arbeit zu leisten. Das sei aber nicht die Absicht, betonte Stahl.

Auch 2017 hat der Stadtverband viel vor, höchste Priorität hätten die Wahlkämpfe. Konkrete Termine nannte Stahl nicht, in den Wahlkämpfen bestimmten die Kandidaten das Tempo. Bestandteil des Landtagswahlkampfes solle auf jeden Fall ein „CDU & Friends 5.0“ sein. Es seien weiterhin wichtige Ziele, der Bad Lauterberger Frauenunion wieder frisches Leben einzuhauchen und junge Menschen an Politik heranzuführen und dafür zu begeistern. Und man wolle natürlich auch die „guten Kontakte in die Landes- und Bundespolitik“ nutzen, um die Stadt voranzubringen.

Nach der Kreisfusion stehe die Zusammenlegung der CDU-Kreisverbände an, bemerkte Stahl. Auch die Verbände der Jungen Union (JU) wollten fusionieren, ergänzte Thorben Teyke. Der Zusammenschluss mit dem erheblich stärkeren Göttinger Verband gebe sicher mehr Kraft. Stahl betonte, die JU sei gerade im Wahlkampf eine wichtige Hilfe. Man wolle die Neuordnung nutzen, das regionale CDU-Netzwerk um die JU zu erweitern.

 

Landtagskandidat Andreas Körner: Herausforderung Winterwahlkampf

In seinem Grußwort dankte der frischgekürte Landtagskandidat Andreas Körner den Mitgliedern des Stadtverbandes für die Unterstützung bei der Aufstellungsversammlung: „Das war ein grandioser Erfolg.“ Die eigentliche Herausforderung stehe freilich erst noch bevor – der Wahlkampf in den nächsten zehn Monaten. Dafür wolle er in Kürze ein Wahlkampfteam zusammenstellen. Wichtig sei: „Wir müssen zusehen, dass wir auch nach der Bundestagswahl stark bleiben.“ Denn dann stehe ein harter Winterwahlkampf ins Haus. Er sei großer Hoffnung, dass der Kreisverband nach dem deutlichen Votum geschlossen auftritt.

 

Bericht aus der Stadtratsfraktion: „Mit Anträgen geflutet“

Den Bericht aus der Stadtratsfraktion übernahm deren stellvertretender Vorsitzender Rolf Lange (zugleich Ratsvorsitzender). Bei den neuen Kräfteverhältnissen im Rat „ist es immer spannend, was bei der Abstimmung passiert“. Es sei aber auch sehr anstrengend: „BI und WgiR fluten uns mit Anträgen.“ In den ersten drei Monaten der Ratsperiode seien schon 20 Anträge gestellt worden, in den gesamten fünf Jahren des Vorgängerrates seien es nur 80 gewesen. Das Schlimmste für Lange: „Da wird über Sachen diskutiert, die schon längst in trockenen Tüchern sind.“

Interessanter findet er die Dinge, mit denen sich der Rat in den nicht-öffentlichen Sitzungen zu den Bauprojekten beschäftigt. Dazu dürfe er natürlich öffentlich nichts sagen, außer: „Wir hoffen, dass das jetzt bald einen Abschluss findet, es sieht gut aus.“

Zur aktuellen Diskussion um Ortsräte machte Lange keinen Hehl aus seiner Ablehnung: „Ortsräte können ohnehin nichts wesentliches entscheiden.“ Für die CDU-Fraktion gelte jedoch selbstverständlich, dass jedes Mitglied entscheiden könne, wie es wolle. Auch Roland Stahl – selbst Ratsmitglied – hält wegen der beschränkten Befugnisse nichts von Ortsräten. Und: „Ich glaube, dass die Ortsteile schon jetzt gut vertreten sind.“ Die beschlossene Bürgerbefragung ist für ihn eine gute, schlicht logische Idee, schließlich gehe es ja um Bürgerbeteiligung. Klar sei: „Wenn dann eine Mehrheit für die Ortsräte ist, dann müssen wir uns dem beugen.“

 

Wahlen und Ehrungen

Der Vorstand war im vergangenen Jahr neu gewählt worden, so musste dieses Mal lediglich ein Kassenprüferposten turnusgemäß neu besetzt werden. Carsten Bär übernimmt das Amt von Friedel Müller. Außerdem teilte Roland Stahl mit, dass Wolfgang Hartmann zum Jahresende 2016 als Organisationsleiter zurückgetreten ist. Seinen Posten übt nun Stellvertreter Timo Fröhlich aus.

Für 35 Jahre Mitgliedschaft wurde Horst Minetzke geehrt. Er war bei der speziellen Feierstunde des CDU-Stadtverbandes verhindert (mehr zur Feierstunde hier).


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