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Sonntag, 19. August 2018


Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 10. August 2018.
Politik

Die Maschinenfabrik und der Brandschutz

MdB Fritz Güntzler hat auf seiner Sommertour die Königshütte besucht

Hier funktionieren noch fast alle Maschinen, aber seit etwa vier Jahren darf die Maschinenhalle nicht mehr betreten werden.
Hier funktionieren noch fast alle Maschinen, aber seit etwa vier Jahren darf die Maschinenhalle nicht mehr betreten werden.
Interessierte Zuhörer: Fritz Güntzler (rechts) und Roland Stahl im Museum der Königshütte.
Interessierte Zuhörer: Fritz Güntzler (rechts) und Roland Stahl im Museum der Königshütte.
Der Bundestagsabgeordnete beim Eintrag ins Gästebuch.
Der Bundestagsabgeordnete beim Eintrag ins Gästebuch.
Hans-Heinrich Hillegeist (2.v.r.) begrüßt die Politikerrunde.
Hans-Heinrich Hillegeist (2.v.r.) begrüßt die Politikerrunde.

Unter dem Motto „Fritz on Tour“ ist der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) derzeit wieder auf Sommertour durch seinen Wahlkreis Göttingen. Am Dienstag (07.08.2018) machte er Station in Bad Lauterberg. Hier wollte er sich auf dem Gelände der Königshütte ein Bild von dem historischen Gießerei-Ensemble und den unter anderem auch vom Bund geleisteten Förderungen machen. Die Königshütte ist als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anerkannt.

 

Kaum ein vergleichbares Hüttenbauwerk

Initiiert hatte diesen Besuch der Bad Lauterberger Stadtverband der CDU. Vom Förderkreis Königshütte waren der 1. Vorsitzende Hans-Heinrich Hillegeist, der stellvertretende Vorsitzende Christian Mühl, Dipl.-Ing. Wilhelm Kuhlgatz und Volker Pursch anwesend. Seitens der CDU waren Roland Stahl, Christian Schäfer, Eric Cziesla und Andreas Körner zugegen. Nach einer kurzen Begrüßung führte Hillegeist die Gruppe über das Gelände und erläuterte in Stichworten die Geschichte und die Bedeutung der Gebäude.

An den professionellen Führungen, die regelmäßig angeboten werden, haben bislang etwa 20.000 Besucher teilgenommen, berichtete Hillegeist. Güntzler selbst kannte das Gelände ebenfalls bereits, da er hier im Zuge eines Brockenaufstiegs schon einmal Station gemacht hatte. Im Museum des Geländes beschrieb Hillegeist dann sehr anschaulich an verschiedenen Modellen die Abläufe des Verhüttungsprozesses. Nach seinen Angaben gibt es kaum ein vergleichbares Hüttenbauwerk. Im Museum trug sich Güntzler in das Gästebuch ein. Er zeigte sich sehr interessiert an der Geschichte der Hütte und deren Entwicklung.

 

Maschinenfabrik wäre „nicht mehr die gleiche“

Nach dem Rundgang setzten sich alle Teilnehmer zu weiteren Gesprächen zusammen. Dabei machten die Verantwortlichen des Förderkreises auf die derzeitigen Probleme beim Erhalt der Hütte aufmerksam. In erster Linie ging es hierbei um notwendige Renovierungsarbeiten in und an der alten Maschinenfabrik. Diese ist seit etwa vier Jahren für Besucher gesperrt und kann nicht betreten werden. Dabei sind in dieser Fabrik fast alle historischen Maschinen funktionsfähig und könnten im Echtbetrieb den Besuchern Einblicke in damalige Produktionsabläufe geben. Daher hatte der Förderkreis bereits im Jahr 2014 entsprechende Anträge zur Wiederherstellung der Besichtigungsfähigkeit gestellt und auch eine Zusage für Fördermittel des Bundes in Höhe von 250.000 Euro erhalten.

Nachdem man sich beim Förderkreis zunächst über diese seinerzeit positive Entwicklung gefreut hatte, folgte kurz darauf allerdings Ernüchterung: Das zuständige Bauamt habe seine Bedenken zu den Plänen erörtert, die zu einer Rücknahme des Bauantrages geführt hätten. Es seien intensive Gespräche, Besprechungen und Schriftwechsel mit den verantwortlichen Beteiligten, darunter auch die Denkmalschutzbehörde, gefolgt. Insbesondere sei die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes strittig gewesen. Trotz der Überarbeitung dieses Konzeptes, in das entsprechende Kompensationen eingearbeitet worden seien, führten diese intensiven Maßnahmen nach Einschätzung des Förderkreises nicht zu den gewünschten Ergebnissen – unter der Berücksichtigung der offensichtlich erforderlichen Einstufung als „F30-Konstruktion“ (Feuerwiderstand für 30 Minuten) würden die Kosten der Sanierung derzeit auf etwa 760.000 Euro steigen. Weiterhin sei man seitens des Förderkreises sicher, dass das Gebäude nach der Ertüchtigung als F30-Konstruktion „nicht mehr das gleiche sein wird“.

 

Güntzler: Königshütte könnte Tourismus bereichern

Trotz des Gefühls, „auf der Stelle zu treten“, ist der Förderkreis jedoch zuversichtlich, auch diese Hürde zu nehmen und die Summe aus Fördermitteln zusammen zu bekommen. Zum Abschluss des Gesprächs sagte Fritz Güntzler seine Unterstützung hierfür zu, wenn ein Förderungsmanager bestimmt ist. Er betonte, wie wichtig der Tourismus in der Region sei, dieser könne durch die Königshütte und eine mögliche veränderte Aufarbeitung eine Bereicherung erfahren. Güntzler zeigte auch Verständnis für den mitunter spürbaren Unmut der Verantwortlichen, den die geschilderten Schwierigkeiten insbesondere mit dem Bauamt erzeugten.


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