Mittwoch, 23. August 2017


Geschrieben von PM Landkreis Göttingen am 28. März 2017
Region

Gemischtes Ergebnis bei Testkäufen

Gemeinsame Aktion von Landkreis und Polizei zur Überprüfung des Jugendschutzes

Sicher ist sicher: Verkaufspersonal sollte sich lieber einmal zu oft den Ausweis zeigen lassen.
Sicher ist sicher: Verkaufspersonal sollte sich lieber einmal zu oft den Ausweis zeigen lassen.

Die ersten Testkäufe im Jahr 2017 erbrachten ein gemischtes Ergebnis. Mit Hilfe jugendlicher Testkäuferinnen und Testkäufer haben Beschäftigte des Landkreises Göttingen und der Polizeiinspektion Northeim/Osterode wieder gemeinsam Verkaufsstellen alkoholischer Getränke und Tabakwaren überprüft. Drei von acht getesteten Verkaufsstellen verstießen gegen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes.

Die eingesetzten Testkäuferinnen und Testkäufer versuchten in allen acht Verkaufsstellen, Spirituosen oder Tabakwaren zu bekommen. In drei Verkaufsstellen waren sie erfolgreich. Alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forderten zwar eine Alterslegitimation der Jugendlichen. Aus der Altersangabe zogen sie aber nicht den Schluss, den Verkauf zu verweigern. Es ist anzunehmen, dass sich die Verkäuferinnen und Verkäufer in den genannten Fällen verrechneten.

Dieses Ergebnis zeigt, wie wichtig die Überprüfungen sind. Ziel der Behörden ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkaufsstellen aufzuklären und zu motivieren, sich strikt an das Jugendschutzgesetz zu halten.

 

In Schulungen für Jugendschutz sensibilisieren

In den anschließenden Beratungsgesprächen konnte festgestellt werden, dass ein Großteil der Verkaufsstellen ihr Personal im Bereich Jugendschutz regelmäßig schult. Die jugendlichen Testkäuferinnen und Testkäufer konnten zudem praktische Tipps für die Verkaufsstellen weitergeben. So sollten die Jugendschutzhinweise deutlicher sichtbar für Kundinnen und Kunden angebracht werden und das Verkaufspersonal sollte sich bewusst sein, dass Jugendliche durch ihr Aussehen heute älter geschätzt werden. Es sollte sich lieber einmal häufiger den Ausweis zeigen lassen, als das Alter zu schätzen, so der Hinweis der Polizei. Positiv sehen die Jugendlichen, dass immer mehr Verkaufsstellen ein elektronisches Kassensystem haben, dass bei Alkohol und Tabakwaren auf die Altersfreigabe hinweist.

 Neben den Testkäufen tragen Landkreis und Polizei mit weiteren Aktionen zum Jugendschutz bei. Durch Schulungen, insbesondere im Bereich Alkohol an den Berufsbildenden Schulen, sollen Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende im Bereich Einzelhandel sensibilisiert werden. Die jüngste der Schulungen fand erst vergangene Woche statt. Sie werden regelmäßig wiederholt.

Auch das HaLT-Projekt im Altkreis Osterode unterstützt die Maßnahmen des Jugendschutzes. Im Jahr 2016 mussten elf Jugendliche, die teilweise unter starkem Alkoholeinfluss standen, ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ziel des HaLT-Projekts ist es, diese Zahl zu reduzieren.


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