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Mittwoch, 17. Oktober 2018


Geschrieben von Prof. Dr. med. Berend Willms am 26. Oktober 2017
Region

Brutal und liebestoll – Sergej Prokofiews Romeo und Julia

Ballettpremiere in Nordhausen

Ballett TN LOS! (Foto: András Dobi)
Ballett TN LOS! (Foto: András Dobi)
Konstantina Chatzistavrou (Julia), Joseph Caldo (Romeo) (Foto: András Dobi)
Konstantina Chatzistavrou (Julia), Joseph Caldo (Romeo) (Foto: András Dobi)
Joseph Caldo (Romeo), Konstantina Chatzistavrou (Julia) (Foto: András Dobi)
Joseph Caldo (Romeo), Konstantina Chatzistavrou (Julia) (Foto: András Dobi)
Joseph Caldo (Romeo), Konstantina Chatzistavrou (Julia) (Foto: András Dobi)
Joseph Caldo (Romeo), Konstantina Chatzistavrou (Julia) (Foto: András Dobi)


Zwei abendfüllende Ballettaufführungen plant das Theater Nordhausen für diese Saison. Der erste Abend mit dem Ballett Romeo und Julia von Sergej Prokofiew hatte jetzt Premiere. Um es kurz zu machen: Es war begeisternd.
Vor einem wechselnden Bühnenbild mit beweglichen Wänden (Bühne Ronald Winter) toben die munteren Jungs der Montagues und Capulets in akrobatischen Sprüngen, begleitet von ihren neckischen Mädchen (die einen in weiß, die anderen in schwarz) herum. Nur Julia Capulet (hervorragend getanzt von Konstantina Chatzistavrou) hat ein anderes Kostüm, sie erhält von ihrer Mutter ein Ballkleid, das sie auf dem prächtigen Ball, den die Capulets feiern, tragen darf. Der berühmteste Tanz auf diesem Ball ist der „Tanz der Ritter“, bestehend aus einem stampfenden ostinaten Baß, von Tuba und Posaunen in den tiefsten Tonlagen – immer im Forte bis Fortississimo – gespielt. Die prächtigen Kostüme (Anja Schulz-Hentrich) unterstreichen das pompöse Ballett. Hervorragend das Loh Orchester unter seinem Dirigenten Henning Ehlert, der die Ballettaufführungen musikalisch leitet. Maskiert mischen sich auch die Montagues in diesen Ball. Hier sehen sich Romeo (sehr überzeugend Joseph Caldo) und Julia, sie verfallen einer „amour fou“ und schwören sich ewige Liebe.
Auf einer Piazza bei den Montagues bringt Rosalinde (sehr flink, Martina Pedrini) Romeo einen Brief. Sie wird von den Montagues gehänselt und belästigt. Da erscheint stolz und aufrecht der Capulet Tybalt (hoch erhobenen Hauptes Joshua Lowe), greift ein und tötet letztlich den aufsässigen Montague Mercutio (immer witzig Ruan Martins). Ihn rächt Romeo und bringt Tybalt um.
Romeo und Julia flüchten. Julia nimmt ein Scheingift, Romeo, der dieses nicht weiß, bringt sich um – nach Aufwachen Julia sich ebenfalls. Die Tragödie ist zu Ende.
Mit diesem Ballett ist dem Ballettchef Ivan Alboresi ein großer Wurf gelungen. Die Suche nach der großen Liebe, die größte Liebesgeschichte allerzeiten, dargestellt als klassisches Ballett im 21. Jahrhundert nach einem Drama aus dem 16. Jahrhundert, zu Musik aus dem 20. Jahrhundert.

Weitere Vorstellungen: 25.10., 29.10., 17.11., 02.12., 18.12., 19.12., 14.01.2018.
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