Donnerstag, 26. April 2018


Geschrieben von PM am 13. April 2018
Region

Landkreis übergibt Rucksäcke für Betreuungsdienst und Notfallnachsorge

Ausrüstung für Hilfsorganisationen im Altkreis Osterode

Gemeinsam für den Bevölkerungsschutz: Kreisrätin Marlies Dornieden (2.v.r.) bei der Übergabe von Rucksäcken an Vertreterinnen und Vertreter von Deutschem Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund und Johanniter Unfallhilfe. (Foto: Landkreis Göttingen)
Gemeinsam für den Bevölkerungsschutz: Kreisrätin Marlies Dornieden (2.v.r.) bei der Übergabe von Rucksäcken an Vertreterinnen und Vertreter von Deutschem Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund und Johanniter Unfallhilfe. (Foto: Landkreis Göttingen)


Rucksäcke mit Ausstattung zur Betreuung von Personen und für die Notfallnachsorge hat die Kreisverwaltung an Hilfsorganisationen im Bereich des Altkreises Osterode übergeben. Die Übergabe erfolgte am Rande einer Dienstbesprechung durch die zuständige Dezernentin, Kreisrätin Marlies Dornieden. „Mit den Rucksäcken können Einsatzkräfte Menschen in Notlagen betreuen, bis deren Unterbringung und Versorgung organisiert sind“, erläutert Kreisrätin Dornieden.
Die Inhaltsliste der Rücksäcke für den Betreuungsdienst umfasst Hilfsmittel wie Taschenmesser, Näh-Set, Rettungsdecke und Taschenlampe sowie Hygieneartikel wie Feuchttücher, Papierhandtücher, Creme oder auch Windeln und Damenbinden. Daneben sind Verpflegung wie Schokoriegel und Trinktüten enthalten, dazu Buntstifte, Seifenblasen, Skatspiel und ein Teddybär. Die Rucksäcke sind für Erstmaßnahmen konzipiert. Damit sind auch fachdienstfremde Einheiten in der Lage, Menschen zu betreuen, bis spezialisierte Betreuungseinheiten eintreffen. Bei Großlagen könnten diese zudem durch andere Einheiten unterstützt werden.
„Der Inhalt der Rucksäcke wurde aufgrund von Einsatzerfahrungen zusammengestellt. Sie haben ihre Praxistauglichkeit auch im Landkreis Göttingen bereits bewiesen – bei der Betreuung von Flüchtlingen, nach Evakuierungen bei Wohnhausbränden und zuletzt bei der Betreuung von gestrandeten Bahnreisenden am Bahnhof Göttingen während des Sturm Friederike im Januar“, führt Dornieden aus. Hilfsorganisationen im Gebiet des Altkreises Göttingen wurden 2015 mit den Rucksäcken ausgestattet.
Neben den Rücksäcken für den Betreuungsdienst wurde auch ein Rucksack für die Notfallnachsorge übergeben. „Hier steht das seelische Wohl der Betroffenen im Vordergrund. Einsatzkräften stehen damit Hilfsmittel zur Verfügung, um Menschen nach traumatischen Ereignissen zu trösten und zu beschäftigen. Insbesondere bei Kindern ist eine schnelle Unterstützung wichtig“, erklärt Dornieden. Entsprechend sei mehr Spielzeug wie Spielzeugautos, Puzzle und Kreisel sowie zusätzliche Verpflegung im Rucksack untergebracht.
Die Betreuungsrucksäcke wurden übergeben an die Ortsgruppe Bad Lauterberg des Arbeiter-Samariter-Bundes, die BRH-Rettungshundestaffel Osterode/Goslar/Harz, das Deutsche Rote Kreuz mit den Bereitschaften Altes Amt, Neuhof und Osterode am Harz sowie die Johanniter Unfallhilfe, Ortsverband Bad Grund. Der Notfallnachsorgerucksack ging ebenfalls an die Johanniter. Zu einem früheren Zeitpunkt wurde bereits ein Notfallnachsorgerucksack an die Muslimische Notfallseelsorge Herzberg am Harz übergeben.
Mit der Übergabe der Rucksäcke setzt der Landkreis die umfassende Neustrukturierung des Bevölkerungsschutzes fort. Dazu gehören die Überarbeitung von Einsatzplänen, die Neustrukturierung von Einsatzeinheiten, regelmäßige Übungen zu verschiedenen Aspekten des Bevölkerungsschutzes und massive Investitionen in Fahrzeuge und Ausrüstung. „Der Landkreis ist zuständig für den Bevölkerungsschutz. Dabei sind wir auf die Zusammenarbeit mit Feuerwehren und Hilfsorganisationen angewiesen. Wir arbeiten gut zusammen und stimmen uns eng ab“, macht Kreisrätin Dornieden deutlich. Und sie betont: „Viele Einsatzkräfte engagieren sich ehrenamtlich. Das unterstützt der Landkreis Göttingen mit professioneller Ausrüstung und hauptamtlichen Know-how. Gemeinsam haben wir es geschafft, uns beim Bevölkerungsschutz exzellent aufzustellen. Darauf sind wir stolz.“
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