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Montag, 21. Mai 2018


Geschrieben von PM-Frank Uhlenhaut am 18. Mai 2018
Region

Das Ehrenamt soll in die Landesverfassung

Der SoVD-Kreisvorstand Osterode will eine Landesinitiative starten

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Das Ehrenamt befindet sich in einer schwierigen Lage. So deutet der SoVD-Kreisverband Osterode das Ergebnis der letztjährigen Befragung „Wie sozial sind wir?“. Die Teilnehmer beklagten unter anderem eine mangelnde Unterstützung und einen zunehmenden Bürokratismus. Zudem macht vielen Vereinen und Organisationen die demografische Entwicklung und der Kulturwandel im Ehrenamt zu schaffen. Vieles steht auf der Kippe! Doch ohne die vielen Freiwilligen sehe es nicht nur im ländlichen Raum düster aus. Dort sind die Ehrenamtlichen der soziale Kitt im Gemeinwesen. Vieles gibt es dort nur noch wegen des Engagements von Freiwilligen, vieles wäre um einiges ärmer ohne die unbezahlten Helfer. Daher ist Frank Uhlenhaut, der Sprecher der offenen Sozialwerkstatt, der festen Überzeugung, dass das Ehrenamt jetzt mehr als blumige Worte braucht. Dies sieht auch Siegfried Vahldieck, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes, so. Gemeinsam konnten sie den SoVD-Kreisvorstand davon überzeugen, eine Landesinitiative zur Förderung des Ehrenamtes in die Wege zu leiten. Vor kurzem waren sie und Gabriele Mackensen vom SoVD-Kreisvorstand beim Landesverband, um ihr Anliegen vorzutragen. Und die Signale von den Orga-Ausschussmitgliedern waren durchaus ermutigend. Auf dem SoVD-Kreisverbandstag am 22. September 2018 in Hattorf sollen die Weichen für die Landesinitiative gestellt werden. Es geht um „einen wesentlichen Teil unserer Zukunftsentwicklung“, so hatte es im Frühjahr der ehemalige Ministerpräsident Gerhard Glogowski ausgedrückt. Bis dahin ist der SoVD-Kreisverband Osterode bestrebt, weitere Unterstützer für die Initiative zu gewinnen. In einem Schreiben an die Hauptverwaltungsbeamten im Kreisverbandsgebiet und an die Landtagsabgeordneten der umliegenden Wahlkreisbereiche warb er um Unterstützung. Es geht dabei natürlich mehr als nur um einen Verfassungszusatz, betont Siegfried Vahldieck und Frank Uhlenhaut. Sie wollen damit erreichen, dass es Hilfestellungen beim Strukturwandel des ehrenamtlichen Engagements gibt. Zudem erwarten sie eine neue Anerkennungskultur, Hilfe bei der zunehmenden Bürokratie und zu guter Letzt ein aktives Freiwilligenmanagement. Im Übrigen wäre das Land Niedersachsen nicht das erste Land in Deutschland, welches das Ehrenamt in die Landesverfassung aufnimmt. Seit 01. Januar 2015 steht in der bayrischen Landesverfassung der Artikel 121 „Staat und Gemeinden fördern den ehrenamtlichen Einsatz für das Gemeinwohl“. Die Initiative ging im Freistaat Bayern von den Bürgern aus. Dort sorgte ein Volksentscheid für die Verankerung in der Landesverfassung. Der SoVD-Kreisverband Osterode hofft, dass er gemeinsam mit dem Landesverband in Niedersachsen die Landtagsfraktionen davon überzeugen kann.
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