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Dienstag, 16. Oktober 2018


Geschrieben von PM Selbsthilfekontaktstelle KISS am 12. Juni 2018
Region

Vitiligo-Selbsthilfegruppe geplant

Andere Betroffene mit Weißfleckenkrankheit gesucht – Gruppe auch für Angehörige und Eltern geeignet

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Bei der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) entstehen bei den betroffenen Menschen plötzlich weiße Flecken auf der Haut, die nicht mehr verschwinden. Die Stellen sind unregelmäßig geformt und scharf begrenzt. Die Ursachen, warum eine Vitiligo entsteht, sind noch nicht genau bekannt. Man nimmt an, dass es sich um eine Autoimmunreaktion oder um eine genetische Veranlagung handelt. Auf jeden Fall ist Vitiligo keine angeborene Krankheit, bei den meisten Betroffenen zeigen sich die ersten Anzeichen zwischen dem zehnten und 30. Lebensjahr. Etwa ein Prozent der Weltbevölkerung ist von der Weißfleckenkrankheit betroffen, in Deutschland leiden rund eine halbe Million Menschen daran.

Vitiligo ist eine ungefährliche Pigmentstörung, die Frauen und Männer gleichermaßen betrifft. Sie ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilbar, aber behandelbar. Trotzdem kann sie erhebliche psychische Leiden verursachen. Denn die weißen Flecken treten sehr oft an sichtbaren Körperstellen auf, zum Beispiel im Gesicht und an den Händen. Gerade im Sommer, wenn man sich luftiger anzieht oder ins Schwimmbad geht, fallen die weißen Flecken noch mehr auf, besonders bei ansonsten gebräunter Haut. Deswegen werden die Betroffenen oft von Anderen angestarrt und müssen sich unerfreuliche Kommentare anhören. Manche halten sie für ansteckend, was nicht der Fall ist. Erkrankte Kinder werden oft von Gleichaltrigen gehänselt. Das führt meist dazu, dass sich die Betroffenen entstellt fühlen und sich kaum in die Öffentlichkeit wagen. Sogar Depressionen können eine Folge der Weißfleckenkrankheit sein.

 

Erfahrungsaustausch und Unterstützung

In der Regel bekommen die Betroffenen zu hören, dass sie „mit der Vitiligo leben müssen“. Das ist einfacher gesagt als getan. Aus diesem Grund soll eine Vitiligo-Selbsthilfegruppe im Altkreis Osterode gegründet werden. Dort sollen Betroffene Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch bekommen und Unterstützung finden beim Leben mit der Krankheit. Da ein selbstbetroffener Mann und sein Vater die Gruppe gründen möchten, ist sie für Betroffene und Angehörige geeignet, auch für Eltern betroffener Kinder. Alle interessierten Betroffenen sind eingeladen, an der Selbsthilfegruppe teilzunehmen.

Für weitere Informationen steht Marion Janeczek von der Selbsthilfekontaktstelle KISS des Paritätischen Osterode zur Verfügung unter Telefon 05522 / 90 77 16 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .


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