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Donnerstag, 19. Juli 2018


Geschrieben von PM NGG Süd-Ost-Niedersachsen am 19. Juni 2018
Region

„Gutes Essen gehört in Lehrpläne und Schulkantinen“

Gewerkschaft NGG Süd-Ost-Niedersachsen plädiert für Schulfach „Gesunde Ernährung“ und ermäßigte Mehrwertsteuer auf Schulessen

ABC, Einmaleins und Essen: Ernährung als neues Schulfach für alle – das fordert die Gewerkschaft NGG. Dabei sollen Schüler lernen, woraus ihr Essen besteht, woher es kommt und wie es produziert wird. (Foto: Tobias Seifert / NGG)
ABC, Einmaleins und Essen: Ernährung als neues Schulfach für alle – das fordert die Gewerkschaft NGG. Dabei sollen Schüler lernen, woraus ihr Essen besteht, woher es kommt und wie es produziert wird. (Foto: Tobias Seifert / NGG)

Deutsch, Mathe, Bio – und demnächst auch Essen. Geht es nach dem Willen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), bekämen die Schulen im Landkreis Göttingen ein neues Unterrichtsfach: „Gesunde Ernährung“. Das „kleine Einmaleins des Essens“ stünde auf dem Stundenplan. Schüler sollten im Unterricht mehr darüber erfahren, was in den Lebensmitteln ist. „Aber auch, was dahinter steckt: Wie die Tiefkühlpizza produziert wird. Welchen Nährwert Joghurt hat. Und wer mit welcher Technik Gummibärchen oder Schokolade herstellt“, sagt Manfred Tessmann.

Der Geschäftsführer der NGG Süd-Ost-Niedersachsen plädiert außerdem für besondere Qualitätsstandards beim Essen in Schulkantinen. Hierfür sollte seiner Meinung nach künftig eine günstigere Mehrwertsteuer von sieben Prozent gelten. Bisher liegt die Abgabe darauf bei 19 Prozent – genauso hoch wie in Restaurants.

„Zu wissen, woher das Essen kommt und unter welchen Bedingungen es produziert wird – das ist für Kinder und Erwachsene wichtig“, so Tessmann. Ein Schulfach Ernährung solle insbesondere für die Wertschätzung von Lebensmitteln sorgen. Wer selbst schon einmal ein Brot gebacken oder Erdbeeren geerntet habe, der ernähre sich bewusster, betont Tessmann. „Gleichzeitig müssen Kinder aber auch lernen, dass faire Arbeitsbedingungen eine Voraussetzung für gutes Essen sind. Dazu gehört, dass Jobs durch Tarifverträge geschützt werden.“

Mit Blick auf das Kantinenessen stellt der Gewerkschafter fest: „Viele Eltern im Kreis Göttingen können beim Essensgeld keine großen Sprünge machen. Dabei geben sich die Schulen Mühe, preiswert und gesund zu kochen.“ Mit einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz, so die NGG, lasse sich der Preisdruck deutlich senken. „Dann kommen auch Blattspinat, Schnitzel vom Bio-Schwein, Vegetarisches oder Rindergeschnetzeltes häufiger auf den Tisch.“


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