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Dienstag, 25. September 2018


Geschrieben von PM Selbsthilfekontaktstelle KISS am 28. Juni 2018
Region

Gemeinsam gegen „die Angst vor der Angst“

Erstes Treffen am 18. Juli 2018 zur Gründung einer Selbsthilfegruppe „Angst- und Panikstörungen“

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Jeder Mensch hat mal Angst. Sie ist ein normales Gefühl, das in den meisten Situationen eine wichtige Warnfunktion hat, da sie auf Gefahren hinweist. Wenn jemand aber in einer eigentlich ungefährlichen Situation übertriebene Angstgefühle erlebt, spricht man von einer Angststörung, durch die das Leben der Betroffenen erheblich eingeschränkt wird.

Es gibt verschiedene Arten von Ängsten, zum Beispiel vor bestimmten Situationen oder Objekten. Die betroffenen Menschen haben Angst vor Hunden oder Spinnen, vor Situationen, in denen sie außerhalb ihrer gewohnten Umgebung sind, oder vor Plätzen, auf denen sich viele Menschen aufhalten. Sie haben Angst, nicht schnell genug einen sicheren Ort erreichen zu können, und fühlen sich „wie in der Falle“. Zusätzlich gibt es auch „ungerichtete“ Ängste, die ohne einen bestimmten Auslöser auftreten.

 

Die Furcht vor dem nächsten Anfall

Wiederholt kommt es zu unerwarteten Panikattacken, einem Zustand, der plötzlich auftritt und ein Gefühl der Beklommenheit auslöst, auch Todesängste sind möglich. Ohne eine vorliegende körperliche Erkrankung treten zum Beispiel Herzrasen, Schmerzen oder das Gefühl zu ersticken auf. Durch das plötzliche und unerwartete Auftreten der Paniksymptome bauen die meisten Betroffenen eine starke Erwartungshaltung auf, sie „warten“ mit großer Furcht auf den nächsten Anfall.

Unabhängig davon, an welcher Art von Angst jemand leidet, allen Ängsten ist eins gemeinsam: Die betroffenen Menschen sehen keine Möglichkeit, diese Ängste zu reduzieren. Aus diesem Grund versuchen sie, die angstauslösenden Situationen zu vermeiden, was langfristig den Lebensalltag stark einschränkt. Es entsteht eine „Angst vor der Angst“, die durch das Vermeidungsverhalten noch stärker wird. Die Betroffenen ziehen sich dann häufig zurück und haben nur noch wenige soziale Kontakte.

Um dem entgegenzuwirken, kann neben psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der Austausch mit anderen betroffenen Menschen hilfreich sein. Eine Angststörung sieht man den Betroffenen nicht an, sie stoßen bei Nichtbetroffenen oft auf Unverständnis. Deshalb ist es eine Entlastung, zu sehen, dass man nicht die oder der Einzige ist, der unter diesen Ängsten leidet.

  

Erfahrungsaustausch unter Betroffenen

Aus diesem Grund hat sich ein betroffener Mann aus dem Altkreis Osterode entschlossen, eine Selbsthilfegruppe „Angst- und Panikstörungen“ zu gründen. Dort soll es eine Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geben, nicht mit professioneller Anleitung, sondern Betroffene unter sich. Alles, was gesagt wird, ist vertraulich und bleibt in der Gruppe. Das erste Treffen dieser neuen Selbsthilfegruppe findet am Mittwoch, dem 18. Juli 2018, von 18 bis 20 Uhr im Gruppenraum des Paritätischen Sozialzentrums in Osterode (Abgunst 1) statt. Alle interessierten Betroffenen sind dazu eingeladen.

Für weitere Informationen steht Marion Janeczek von der Selbsthilfekontaktstelle KISS des Paritätischen Osterode zur Verfügung unter Telefon 05522 / 90 77 16 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .


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