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Freitag, 16. November 2018


Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 10. November 2018

Region

2.500 Euro für KIMBU erlaufen

Primedus hat Gewinn von Hexentrail-Spendenlauf an Kinderkrankenpflege übergeben

Carina Ripper (links) von KIMBU nimmt die Spende über 2.500 Euro entgegen. Daneben Primedus-Geschäftsführerin Dr. Jana Henße , Britta Bellstedt, Dr. Christian Sellier und Simone Aderhold.
Carina Ripper (links) von KIMBU nimmt die Spende über 2.500 Euro entgegen. Daneben Primedus-Geschäftsführerin Dr. Jana Henße , Britta Bellstedt, Dr. Christian Sellier und Simone Aderhold.

Das Team „Primedus – Fit für Ihre Gesundheit!“ hat seinen Gewinn von 2.500 Euro vom Harzer-Hexentrail-Lauf an die KIMBU gespendet, die häusliche Kinderkrankenpflege Göttingen. Deren stellvertretende Pflegedienstleiterin, Carina Kipper, nahm die Spende entgegen und berichtete über ihre Einrichtung.

Am 25. August hatte ein Team aus der Diabetespraxis Primedus Schwerpunkt Diabetologie in Osterode am 35-Kilometer-Lauf des Harzer Hexentrail teilgenommen. Neben der Geschäftführerin Dr. Jana Henße und dem ärztlichen Leiter Dr. Dr. Wolfgang Schröter gehörten Britta Bellstedt, Simone Aderhold und der Bad Lauterberger Apotheker Dr. Christian Sellier zum Team. Dabei belegten sie den 12. Platz, wobei der Senior der Gruppe, Dr. Schröter, der große Antreiber war, berichteten sie. Wir haben knapp sieben Stunden gebraucht und sind zweimal nass geworden“, erinnerte Simone Aderhold. Aus den Startgeldern wurden dann Preise für die Teams ausgelost, wobei das Primedus-Team 2.500 Euro gewann. Bei der Überlegung, wem das Geld als Spende zugutekommen soll, stieß Initiatorin Britta Bellstedt auf KIMBU in Göttingen. Denn Ziel war es, die medizinische Versorgung von schutzbedürftigen Kindern zu fördern.

 

Schwerkranke Kinder zu Hause versorgen

KIMBU versorgt seit mehr als zwanzig Jahren schwerkranke Kinder in Göttingen und Umgebung bis Osterode zuhause. Nur so ist es vielen Kindern möglich, zuhause zu bleiben und mit ihrer Familie zusammen zu leben. Da bei der Erkrankung eines Kindes die gesamte Familie betroffen ist, kümmern sich die Helferinnen auch um die Ängste, Sorgen sowie die pflegerischen und praktischen Probleme der Familien, damit sie die Krankheit besser bewältigen können. KIMBU arbeitet mit den Kinderkliniken in Göttingen und Kassel zusammen, aber auch mit den niedergelassenen Kinderärzten. Oft haben die Kinder auch Mehrfachbehinderungen oder etwa eine Krebserkrankung, so dass immer mit der Familie und den Ärzten überlegt werden muss, wie intensiv eine sinnvolle Unterstützung nötig ist.

KIMBU finanziert sich aus den Leistungen der Kranken- und Pflegekassen. Doch das ist nicht immer kostendeckend, so dass die gemeinnützige Gesellschaft für jede Spende dankbar ist. Denn für die ambulante Pflege sind rund 60 Mitarbeiter mit zurzeit vier Fahrzeugen im Einsatz. Ein weiterer Pkw ist dringend nötig. Viele der examinierten Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger wohnen auch in der Nähe der betreuten Kinder, so dass nicht immer ein Auto nötig ist. Derzeit werden 30 Kinder mit bis zu 24 Stunden am Tag betreut.

Wie Carina Kipper berichtete, verfolgt KIMBU eine „Rückzugspflege“. Es wird nur soviel Pflege geleistet, wie die Familie benötigt. Wenn keine Pflege mehr nötig ist, ziehen sich die Mitarbeiter zurück. Ziel ist es, dass auch schwerkranke Kinder am normalen Leben teilnehmen können, also die Kindertagesstätte oder die Schule besuchen. Ebenso versorgt KIMBU auch Kinder mit Typ 1 Diabetes, indem die Mitarbeiter diese in Schulen und Kitas beratend begleiten und anlernen, selbstständig Insulinpumpen zu bedienen.


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