Samstag, 24. Juni 2017


Geschrieben von Boris Janssen am 17. Mai 2017
Vereine und Verbände

Praxisübung im Stadion

Kampfrichterfortbildung beim NLV-Kreis Osterode

Nichts sehen, nichts spüren: Die Hochsprunglatte liegt in der richtigen Höhe, wenn der Dorn nicht mehr an der Latte kratzt und gleichzeitig noch kein Spalt dazwischen zu sehen ist, erläutert Dirk Feiste den aufmerksamen Teilnehmern.
Nichts sehen, nichts spüren: Die Hochsprunglatte liegt in der richtigen Höhe, wenn der Dorn nicht mehr an der Latte kratzt und gleichzeitig noch kein Spalt dazwischen zu sehen ist, erläutert Dirk Feiste den aufmerksamen Teilnehmern.
Welche Stelle ist die richtige für Markierungen auf der Laufbahn?
Welche Stelle ist die richtige für Markierungen auf der Laufbahn?
Mit „Berühren“ ist in den Regeln der Leichtathletik tatsächlich der physische Kontakt gemeint. Berührt der Weitspringer das Einlegebrett des Absprungbalkens, ist der Versuch ungültig. Dirk Feiste zeigt, was regelkonform ist.
Mit „Berühren“ ist in den Regeln der Leichtathletik tatsächlich der physische Kontakt gemeint. Berührt der Weitspringer das Einlegebrett des Absprungbalkens, ist der Versuch ungültig. Dirk Feiste zeigt, was regelkonform ist.
Das komplizierteste am Ziel ist der Aufbau der Zeitmessanlage. Die Kamera hängt hoch über der Ziellinie.
Das komplizierteste am Ziel ist der Aufbau der Zeitmessanlage. Die Kamera hängt hoch über der Ziellinie.
Spontaner Arbeitseinsatz im Jahnstadion: Weil die Hochsprungmatte schräg zum Anlauf lag, wird sie kurzerhand neu ausgerichtet.
Spontaner Arbeitseinsatz im Jahnstadion: Weil die Hochsprungmatte schräg zum Anlauf lag, wird sie kurzerhand neu ausgerichtet.

Mit anschaulich erlebter Praxis lernt es sich oft besser als mit trockener Theorie. Deshalb hat die jüngste Kampfrichterfortbildung des NLV-Kreises Osterode am Freitag (12.05.2017) auch im Osteroder Jahnstadion stattgefunden. „Platzaufbau“ stand auf dem Lehrplan. Kampfrichterwart Henning Holland hatte wieder Dirk Feiste, den Vorsitzenden des benachbarten NLV-Kreises Northeim, als versierten Referenten gewinnen können. Feiste brachte selbst noch einen kleinen Schwung Wissbegierige mit und so trafen sich rund zwanzig Kampfrichterinnen und Kampfrichter, um an diesem lauen Frühlingsabend am Ührder Berg ihr Wissen aufzufrischen.

Sie teilten sich in vier Gruppen auf, bekamen detaillierte Planskizzen, Checklisten und Merkblätter in die Hand und sollten dann auf eigene Faust jeweils eine Wettkampfanlage für den Wettbewerb fit machen. Was wird alles benötigt, damit der Weitsprung regelkonform und reibungslos über die Bühne geht? Wie wird eine Hochsprunganlage aufgebaut? Was bedeuten die vielen Striche und Linien auf der Laufbahn? Was ist beim Kugelstoßen zu beachten? Dirk Feiste gab den einzelnen Gruppen während des Aufbaus wertvolle Hinweise und Anregungen.

In einer zweiten Runde gingen alle gemeinsam von Anlage zu Anlage. Die jeweiligen „Verantwortlichen“ erklärten ganz allgemein die wichtigsten Aspekte ihrer Wettkampfstätte und manchmal auch, was ihnen konkret hier im Stadion aufgefallen ist. An der Hochsprunganlage hatte das einen spontanen Arbeitseinsatz zur Folge – die Matte samt Unterbau bedurfte einer richtlinienkonformen Neuausrichtung, welche die Gemeinschaft prompt unbürokratisch in die Hand nahm.

 

Tipps für guten Ablauf der Wettkämpfe

Für einen guten Wettkampf braucht es aber mehr, als nur die ordnungsgemäße Sportanlage. Deshalb stellte Dirk Feiste auch Ideen vor, wie die Anlage so ausgestattet werden kann, dass sie für Kampfrichter, Athleten und Trainer gleichermaßen freundlich ist. Und er gab aus seinem Erfahrungsschatz nützliche Tipps für den Kampfrichter-Alltag: „Ich habe immer ein Lot in meiner Kampfrichtertasche.“ Damit lasse sich zum Beispiel eine Hochsprunglatte ausrichten. Abdrücke sollten grundsätzlich sofort nach dem Messen so gut es geht geschlossen werden, um bei folgenden Versuchen Diskussionen zu vermeiden. Und das Laufprogramm sollte stets mit Hürden beginnen und dann nach Hürdenhöhen sortiert werden, angefangen bei den hohen. Das vereinfache den Umbau zwischen den einzelnen Disziplinen und spare somit Zeit.

Die verflog auch an diesem lehrreichen Abend rasend schnell. Er endete nach drei Stunden – aber nicht bevor sich Henning Holland mit einem kleinen Imbiss in gemütlicher Abschlussrunde um „seine“ Kampfrichterinnen und Kampfrichter gekümmert hatte.


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