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Samstag, 22. September 2018


Geschrieben von Boris Janssen am 11. Mai 2018
Vereine und Verbände

Neue Ideen dringend gesucht

Mitgliederversammlung des Vereins für Handel und Gewerbe: „Müssen uns immer neu erfinden“ – Beitrag steigt

Auch nicht mehr taufrisch: Für das Banner an der Schanzenkreuzung wird eine Alternative gewünscht. Sicher ist nur, eine digitale Lösung wird nicht zu finanzieren sein.
Auch nicht mehr taufrisch: Für das Banner an der Schanzenkreuzung wird eine Alternative gewünscht. Sicher ist nur, eine digitale Lösung wird nicht zu finanzieren sein.

Riesengedränge in der Hauptstraße und gute Umsätze in den Geschäften. Das Weinfest – ein Selbstläufer. Was verkaufsoffene Sonntage, Happenings und Co. angeht, läuft es beim Verein für Handel und Gewerbe, keine Frage. Doch eines ist den drei Vorsitzenden Roland Stahl, Carsten Kröger und Hans-Jörg Fritzowsky bewusst: Der Effekt darf sich auf keinen Fall abnutzen.

„Wir dürfen nicht dahin kommen, dass sich ein verkaufsoffener Sonntag irgendwann nicht mehr lohnt“, sagte Carsten Kröger auf der Mitgliederversammlung am Dienstag (08.05.2018). Seit Jahren biete man immer das Gleiche, da müsse sich unbedingt etwas tun, bevor es am Ende die Menschen langweile. „Wir brauchen Veränderung, um das wieder attraktiver zu machen“, mahnte Kröger. Und Roland Stahl bekräftigte: „Für unseren Anspruch reicht das so nicht mehr.“

 

„Mehr Klasse“ für die Happenings

Konkret waren Carsten Kröger die letzten Happenings „zu durcheinander“, er wünscht sich „mehr Klasse“. Das gelte sowohl für das Erscheinungsbild, am liebsten mit einheitlichen Ständen, als auch für die Bestückung. So beeindruckend das große Engagement der örtlichen Vereine und Verbände auch sei – woran selbstredend keiner rütteln möchte –, man brauche gleichzeitig ein qualitativ hochwertiges Angebot zum Beispiel an Kunsthandwerkern und Kinderunterhaltung. Nur so könne man vermehrt überregionales Publikum anlocken – und das ist es ja schließlich, das zusätzliche Kaufkraft in die Stadt holt.

Das aber sei ein langwieriger Prozess, weiß Kröger, man muss ständig am Ball bleiben. „Wir müssen uns laufend neu erfinden.“ Deshalb appellierte er an die Mitglieder, sich mit neuen Ideen einzubringen, „wir sind auf Ihren Input angewiesen“.

Umso enttäuschter waren die Vorsitzenden einmal mehr über die gewohnt dünne Beteiligung an der Sitzung. Dennoch gab es erste Vorschläge. Einer davon: Man könne doch die Veranstaltungen jedes Mal unter ein anderes Motto stellen oder einem bestimmten Thema widmen, zum Beispiel der Sanierung des Bismarckturms.

 

Mehr Kasse für den Verein

Sicher ist, der Verein wird für „mehr Klasse“ auch mehr Geld ausgeben müssen. Dann ist da noch das leidige Dauerproblem mit der Weihnachtsbeleuchtung: Etliche Geschäfte in der Hauptstraße ignorierten einfach die Rechnungen über ihren Anteil an den laufenden Kosten, berichtete der Vorstand. „Die denken sich wohl: Mir doch egal, die Beleuchtung hängt ja sowieso“, ärgert sich Hans-Jörg Fritzowsky. Und schließlich ist das in die Jahre gekommene Banner des Vereins an der Schanzenkreuzung wahrlich kein angemessenes Aushängeschild mehr. Es durch eine moderne Videowand zu ersetzen, ist finanziell schlicht utopisch – aber der Vorstand bemüht sich um eine bezahlbare neue Lösung.

Der Verein braucht also ein dickeres Polster in der Kasse. Das stellte auch Fritzowsky fest und beantragte deshalb spontan eine Erhöhung des Monatsbeitrages. Die Mitglieder folgten dem Vorschlag einstimmig, obwohl der Aufschlag schon recht üppig ausfällt: zehn Prozent mehr, gerundet auf die nächsten vollen fünf Euro.

 

Termine

Turnusgemäß war die Terminabsprache die einzige Formalität der diesjährigen Versammlung. Und auch die fiel kurz aus.

Vom 26. bis zum 28. Juli 2018 steigt das 25. Weinfest auf dem Kirchplatz. Zum Jubiläum spielt noch einmal die Band Rio. Am 30. September 2018 steht das Herbst-Happening auf dem Programm. Und zwei verkaufsoffene Sonntage folgen am 4. November 2018 sowie zwischen den Jahren am 30. Dezember 2018.

Die Termine 2019 stünden noch nicht fest, sagte Carsten Kröger. Aber sie fielen sicher sehr ähnlich aus, denn: „Wir sind damit ja gut gefahren.“


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