Sonntag, 17. Dezember 2017


Geschrieben von PM Harz Energie am 23. November 2016
Wirtschaft

Harz Energie und Stadtwerke Bad Lauterberg zusammengeschlossen

Für Kunden bleibt alles wie gewohnt – Unternehmen sieht Mitarbeiter in neuen Gesellschaften angekommen

Zusammengearbeitet haben sie schon länger – jetzt sind die Stadtwerke und die Harz Energie auch offiziell zusammengeschlossen. (Foto: Boris Janssen)
Zusammengearbeitet haben sie schon länger – jetzt sind die Stadtwerke und die Harz Energie auch offiziell zusammengeschlossen. (Foto: Boris Janssen)

Die Neuordnung bei den Stadtwerken Bad Lauterberg ist entsprechend dem Ratsbeschluss vollzogen: Die Bad Lauterberg Energie- und die Bad Lauterberg Netzgesellschaft führen ihre Arbeit als Töchter von Harz Energie weiter, im Gegenzug hat die Stadt Anteile an dem regionalen Versorger übernommen. Nachdem die letzte formale Genehmigung der Kommunalaufsicht vorliege und die Eintragung der Gesellschaften im Handelsregister erfolgt sei, gehe es nun daran, die Organisation umzubauen und Arbeitsprozesse zwischen den Unternehmen zu harmonisieren, berichtet Harz Energie-Geschäftsführer Konrad Aichner. „Wir kommen dabei schneller voran als gedacht“, sagt er.

Voll des Lobes ist er für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bad Lauterberger Gesellschaften, die vielfach in dem neuen Konstrukt bereits angekommen seien und bei der operativen Umsetzung gut mitzögen. „Und das, obwohl sich einige auf Veränderungen einstellen mussten, neue Aufgabengebiete oder längere Anfahrtswege nicht ausgeschlossen“, sagt Aichner. „Mit einer Betriebsvereinbarung haben wir aber vieles abmildern können“, sind sich die Betriebsratsvorsitzenden Antonius Lillpopp von Harz Energie und Thorsten Ostmann einig.

 

„Auch Chancen für Beschäftigte“

„Für einige Beschäftigte eröffnet der Zusammenschluss auch Chancen“, so die Betriebsratsvorsitzenden. So etwa für Christian Schäfer, der künftig bei Harz Energie die Digitalstrategie des Unternehmens verantworten wird. Für Anja Heise ist der Standortwechsel nach Osterode sogar ein „Glücksfall“. Die Industriekauffrau kehrt an ihre alte Wirkungsstätte zurück, wo sie ihre Ausbildung absolvierte. „Einiges hat sich schon geändert, auch bei der Software muss ich mich umstellen“, sagt die Hattorferin. „Aber das Neue ist interessant und die Kollegen haben mich gut aufgenommen.“ So sieht es auch Lena Klapproth, die ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei Harz Energie nahtlos fortsetzen kann.

Gänzlich ohne Umgewöhnung geht der Zusammenschluss der Unternehmen für die Kunden der ehemaligen Stadtwerke Bad Lauterberg vonstatten. Sowohl der Standort in der Bahnhofstraße bleibt für sie als erste Anlaufstelle erhalten als auch die bekannten Ansprechpartner. Marcel Bernhardt und Andreas Mewes sind weiterhin vor Ort im Einsatz. Auch für die Monteure und Meister im Strom-, Wasser- und Wärmenetz ändert sich wenig. Sie stellen schon seit 2005 in gemeinsamen Teams mit den Kollegen der Harz Energie Netzgesellschaft die Trinkwasser-, Strom-, Erdgas- und Wärmeversorgung für Bad Lauterberg und die Ortsteile sicher.  

 

Hintergrund Anteilstausch

Die Stadt Bad Lauterberg ist rückwirkend zum 01.01.2016 Miteigentümerin der Harz Energie GmbH & Co. KG. Dafür tauschte die Kommune ihre Anteile an der Stadtwerke Bad Lauterberg GmbH gegen wertentsprechende Anteile an der Harz Energie. Mit Osterode, Goslar, Seesen, Duderstadt und Braunlage sind bereits fünf Nachbarkommunen Gesellschafter des regionalen Energiedienstleisters, dazu der Landkreis Göttingen und das Stadtwerke-Netzwerk Thüga. Hintergrund für den Zusammenschluss der beiden Unternehmen sind die tiefgreifenden Veränderungen im Energiemarkt, die es kleinen Stadtwerken zunehmend schwer machen, dem Kostendruck der Branche und dem Regulierungsdruck des Gesetzgebers entgegenzuwirken. Die Stadt Bad Lauterberg will mit dem Anteilstausch die Zukunft des Freizeitbades Vitamar sichern, das als Leuchtturm für den Tourismus in Bad Lauterberg unverzichtbar ist.


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