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Dienstag, 25. September 2018


Geschrieben von ski am 19. März 2018
Wirtschaft

Aus Leidenschaft zum Handwerk

Peter Hungerland feiert sein 30-jähriges Meisterjubiläum

Vor 30 Jahren war noch einiges anders: Peter Hungerland hat am 19.03.1988 seine Meisterprüfung abgelegt
Vor 30 Jahren war noch einiges anders: Peter Hungerland hat am 19.03.1988 seine Meisterprüfung abgelegt
Peter und Tobias Hungerland
Peter und Tobias Hungerland

Wenn man Peter Hungerland fragt, was sich in seinem Beruf in den letzten 30 Jahren am meisten verändert hat, muss er nicht lange überlegen: „Heute fällt beim Auseinanderbauen nichts mehr runter – denn jedes Teil hängt an einem Kabel dran.“ Alle Teile eines Autos sind heute voll von Elektronik und Sensoren: „Selbst wenn man einen Türgriff oder Spiegel ausbaut, blinken hinterher die Kontrolllampen.“ Aber auch die Materialien haben sich verändert: statt mit Stahl wird inzwischen viel mit Aluminium, Kunststoffen und Carbon gearbeitet. Das war 1988, als er seinen Meister im Karosseriebauerhandwerk machte, noch anders.  Aber das hat sich längst geändert, wie so vieles in diesem Berufsfeld, wo die technische Entwicklung rasant voranschreitet.

1989, im Jahr nach seiner Meisterprüfung übernahm Peter Hungerland die Lackiererei in Bad Lauterberg von seinem Vater Dieter Hungerland, die ursprünglich auf den Malerbetrieb Räkel zurückging. Sieben Mitarbeiter hat die Firma an der Bad Lauterberger Sebastian-Kneipp-Promenade mittlerweile, davon zwei Auszubildende. Hungerland geht seinem Handwerk mit Leidenschaft nach: „Elektrik, Lackieren, Mechanik – es sind alle Komponenten dabei“. Was ihm am meisten Spaß macht, sind richtig große Herausforderungen: „Etwas instandzusetzen, das eigentlich nicht mehr zu reparieren ist.“ Wenn man mit Blech und Alu umgehen kann, erklärt er, lässt sich nämlich fast alles wieder richten. Deswegen ist für ihn auch der schönste Moment, wenn so ein Unfallwagen fertig repariert ist. Beim Tüfteln und Schrauben vergisst der 54-jährige schon mal, auf die Uhr zu sehen, denn halbe Sachen mag er gar nicht. „Wenn wir etwas machen, dann machen wir es richtig“, ergänzt sein Sohn Tobias.
Die Begeisterung für den Beruf verbindet die Familie: der 26-jährige macht derzeit den Meister im Lackiererhandwerk. Eines jedoch gefällt Peter Hungerland an seinem Metier überhaupt nicht: „Rechnungen schreiben, die ganze Büroarbeit.“ Da steht er lieber in der Werkstatt und repariert etwas. Eine Abneigung, die sein Sohn nicht teilt: „Für mich ist die Büroarbeit die perfekte Abwechslung zur Werkstatt."


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