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Freitag, 16. November 2018


Geschrieben von Peter Bischof am 23. Oktober 2018
Wirtschaft

Sicher in den nächsten Gang

Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz besichtigte KKT Frölich in Lerbach

Qualitätskontrolle bei den Atemschutzmasken. Im Foto von links Wencke Schwickert-Marquardt, Clubpräsident Hinrich Bangemann, Stefan Flindt, Karl-Heinz Marwede, Lars Müller, Volkmar Keil, Brigitte Götz und Walter Möller
Qualitätskontrolle bei den Atemschutzmasken. Im Foto von links Wencke Schwickert-Marquardt, Clubpräsident Hinrich Bangemann, Stefan Flindt, Karl-Heinz Marwede, Lars Müller, Volkmar Keil, Brigitte Götz und Walter Möller
Dr. Sven Vogt, der Geschäftsführende Gesellschafter von KKT Frölich Lerbach, gab einen ausführlichen Überblick über das Unternehmen. Links im Bild Klaus Wahle, Werksleiter bei KKT, rechts Rotarymitglied Volkmar Keil
Dr. Sven Vogt, der Geschäftsführende Gesellschafter von KKT Frölich Lerbach, gab einen ausführlichen Überblick über das Unternehmen. Links im Bild Klaus Wahle, Werksleiter bei KKT, rechts Rotarymitglied Volkmar Keil
Mathias Melzer (links), Wencke Schwickert-Marquardt und Clubpräsident  Hinrich Bangemann lassen sich von Lars Müller die Einzelkomponenten erklären
Mathias Melzer (links), Wencke Schwickert-Marquardt und Clubpräsident Hinrich Bangemann lassen sich von Lars Müller die Einzelkomponenten erklären
Das Unternehmenslogo von KKT am Ortseingang von Lerbach ist nicht zu übersehen
Das Unternehmenslogo von KKT am Ortseingang von Lerbach ist nicht zu übersehen

Auf dem Tisch liegen zwei Atemschutzmasken, ein Schaltknüppel vom Golf GTI und mehrere Kleinteile, darunter eine Abdeckung der Armlehne eines Flugzeugsitzes. Diese Artikel sind ein Ausschnitt aus der Produktpalette des Lerbacher Unternehmens KKT Frölich.
Firmenchef Dr. Sven Vogt gab zu Beginn des Besuches von über 20 Mitgliedern des  Rotary-Clubs Bad Lauterberg-Südharz einen ausführlichen Überblick über das Unternehmen, dessen Position im Markt, die Produkte und Produktionsabläufe.
„Wir sind für die Automobilindustrie, die Luftfahrt, die Sicherheits-, Medizin- und die Elektrotechnik tätig", so Dr. Vogt. „Wir haben uns einen Namen als innovativer Entwickler und Hersteller von Gummi- und Silikonteilen gemacht. Unsere besonderen Leistungsmerkmale liegen hierbei im Bereich der Elastomere und Kautschuktechnik.“
„Wir arbeiten heute zu 40 Prozent für die Automobilindustrie und 60 Prozent für die Nicht-Automobilindustrie", ergänzte Lars Müller, kaufmännischer Leiter des Unternehmens, der zusammen mit Werksleiter Klaus Wahle die Führung der Clubmitglieder durch die Produktionshallen übernahm. Die Zusammenarbeit mit der Autoindustrie sei allerdings meist erheblich anspruchsvoller als die mit den Unternehmen aus den anderen Wirtschaftszweigen, erklärte Dr. Vogt.

Atemschutzmasken für Feuerwehr und Polizei

Besonders bei der Herstellung von Atemschutzmasken ist KKT mit im Markt führend. Die Nachfrage ist so groß, dass in diesem Segment die Produktion über drei Schichten und an sieben Tagen in der Woche läuft. Die Masken bestehen aus dem Grundkörper und mehreren Einzelteilen. Diese werden aus verschiedenen Kautschuktypen gefertigt. Dabei müssen die meisten Zubehörteile aus „selbstverlöschenden" Mischungen bestehen.
Lars Müller erläuterte zudem die Unterschiede zwischen den Masken für die Feuerwehren und die Polizei. So müssen Masken für die Polizei aus Sicherheitsgründen aufsetzbar sein, ohne dass der Helm dafür abgenommen werden muss.
Ebenfalls nicht brennbar oder nur schwer brennbar müssen die Zubehörteile sein, die KKT für die Luftfahrtindustrie liefert. Dazu gehören auch die schon erwähnten Auflagen für die Armlehnen der Sitze in den Airbus-Flugzeugen.

Wichtige Teile für Autoschaltungen

Bei den Formteilen aus Gummi und Silikon reicht die KKT-Produktionspalette von Kleinstserien bis zu Daueraufträgen, von der kleinsten Membran bis hin zu Artikeln mit einem Gewicht von mehreren Kilogramm.
Bei den Thermoplasten stellt KKT Funktions- und Sichtteile speziell für die Autoindustrie her. So befinden sich KKT-Teile in fast jedem deutschen Fahrzeug, sowohl in PKW mit Schalt- als auch mit Automatikgetrieben. Damit wirbt auch das Unternehmen: „Tausende Mal betätigt und jederzeit sicher den nächsten Gang eingelegt; die Schaltung Ihres Autos.“
"Wir produzieren auf Anfrage und nach Aufträgen der Industrie, aber wir bieten auch oft von uns aus Lösungen an", so Dr. Vogt, „wenn wir glauben, dass wir eine Idee haben, die praktikabler und besser ist." Von diesen Ideen und Angeboten werde ein Drittel gern angenommen, ein Drittel lande im Abfallkorb und ein Drittel liege auf Halde, werde eventuell erst nach Jahren umgesetzt.

Acht Ausbildungsberufe im Unternehmen

„Großen Wert legen wir auf die Ausbildung“, sagt Lars Müller. Von den rund 200 Mitarbeitern, die jährlich einen Umsatz von rund 23 Millionen Euro erwirtschaften,  kommen viele aus dem eigenen Haus. KKT bietet acht Ausbildungsberufe an. Der Bogen spannt sich vom Industriekaufmann über den Elektroniker, die Fachkraft für Lagertechnik, den Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bis zum Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Fachinformatiker und Mechatroniker.
„Wir haben bisher noch keine Probleme, die Ausbildungsstellen zu besetzen, aber wir merken schon, dass zum einen die Qualität der Bewerber schlechter wird und zum anderem, dass wir auch selbst mehr in unsere Auszubildenden investieren müssen.“ So werde jedem Auszubildenden ein erfahrener Mitarbeiter als persönlicher Mentor an die Seite gestellt.


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