Montag, 26. Juni 2017


Kommentar von Boris Janssen, 04. März 2015
Das ist doch...

…Scheiße

Toilette statt Trottoir: Bad Lauterbergs Gehwege sind mit Hundehaufen übersät

Weder appetitlich noch hübsch, aber derzeit leider überall zu sehen: Die Hinterlassenschaften von Hunden – hier farblich verziert von Karin Fock…
Weder appetitlich noch hübsch, aber derzeit leider überall zu sehen: Die Hinterlassenschaften von Hunden – hier farblich verziert von Karin Fock…
…an ihrem Zaun reihen sich gleich 40 Haufen aneinander. Aber auch andernorts ist es nicht schwer, zielsicher reinzutreten:
…an ihrem Zaun reihen sich gleich 40 Haufen aneinander. Aber auch andernorts ist es nicht schwer, zielsicher reinzutreten:
Weder in der Oderpromenade…
Weder in der Oderpromenade…
…noch im Kleinen Kurpark…
…noch im Kleinen Kurpark…
…auch nicht in der Germelmannstraße…
…auch nicht in der Germelmannstraße…
…in der Hauptstraße…
…in der Hauptstraße…
…am Spielplatz im Kurpark…
…am Spielplatz im Kurpark…
...oder, wie hier schon geschehen, in der Schulstraße. Alle Fotos entstanden innerhalb von 30 Minuten.
...oder, wie hier schon geschehen, in der Schulstraße. Alle Fotos entstanden innerhalb von 30 Minuten.

Es ist immer wieder ein Phänomen: Gleichsam mit der weißen Pracht scheinen bei einigen Hundebesitzern die Hemmungen zu fallen und auf den Bürgersteigen wachsen nicht nur die Schneehaufen. Leider schmilzt aber allein der Schnee wieder weg. Und spätestens dann wird so mancher Fußmarsch zum Ausscheidungsrennen. Deshalb sollte derzeit gesenkten Hauptes durch die Stadt flanieren, wer seine unteren Extremitäten nicht in Hundekacke versenken will.

Die Tretminen lauern überall: auf Bürgersteigen und im Kurpark, neben Parkstreifen und auf Spielplätzen, sehr gerne auch hübsch zentriert mitten auf dem Gehweg. Viele von ihnen künden mit ihrer breitgelatschten Beschaffenheit davon, dass sie über Umwege längst in Hausfluren oder Autofußräumen olfaktorisches Missvergnügen bereiten.

 

Vierzig Haufen auf fünfzig Meter

Dass die derart öffentlichkeitswirksame Erledigung der tierischen Notdurft zuweilen kein einmaliger Ausrutscher ist, kann sehr eindrucksvoll in der Molkereistraße beobachtet werden. Denn vor dem Grundstück von Karin Fock haben die Vierbeiner eine beachtliche Sammlung zusammengetragen: Entlang des etwa 50 Meter langen Zauns reihen sich ganze 40 Hundehaufen aneinander. Kein Wunder, dass ihr das stinkt. Karin Fock hat deshalb zur Sprühdose gegriffen und damit ein farbiges Zeichen gesetzt gegen die Umwidmung des Gehsteigs zum Hundeklo – womit ganz nebenbei auch das Umschiffen deutlich erleichtert wird.

 

Brauchen wir die Tierkotbeseitigungsgebühr?

Man fragt sich ja bloß, warum manch Frauchens oder Herrchens Reinlichkeitsmoral des Winters zuverlässig auf Eis gelegt wird. Lässt sich das Bello-Tütchen mit klammen Fingern so schlecht greifen? Wird es beim Bücken am Poppes zu kalt? Der Hund kann ja nichts dafür, er muss halt irgendwann einmal. Aber ist es denn vom Gassigehenden, der sich extra für sein Tier nach draußen quält, wirklich zu viel verlangt, auch auf seine Mitmenschen Rücksicht zu nehmen – so, wie es viele andere Hundebesitzer vormachen?

Fehlt eigentlich nur noch das Standardargument: „Wir zahlen schließlich Hundesteuer!“ Nun ja, die meisten von uns zahlen ja auch Kfz-Steuer, trotzdem werden noch Winterdienstgebühren fällig… Moment mal, vielleicht wäre das ja eine Maßnahme: eine städtische Hundehaufen-Taskforce, die für saubere Wege sorgt. Und die Kosten werden dann auf die Hundehalter umgelegt – als Tierkotbeseitigungsgebühr.


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