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Dienstag, 25. September 2018

Geschrieben von ski am 25. November 2013
Gedichte von Brigitta Weiss

Flügellos

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Einst lebten Menschen, denen wuchsen Flügel
(das waren jene, die wir Engel nennen).
Sie hielten sich noch nicht am strengen Zügel
und durften sich noch frei zum Flug bekennen.
Doch heute tragen sie selbst ihre Arme
nur noch am Rumpf zum tiefen Händeschütteln;
von Herzen kommend, stürmische und warme
Umarmungen sind rar. Es ist ein Rütteln
an Eisentüren, die nur leise knarren.
Sie können nicht mehr wie die Kinder lieben,
vergaßen die betörende Verheißung,
die in dem Buch der Bücher steht geschrieben.
Sie leben starr, in innerer Vereisung
und halten den, der liebt, für einen Narren.

Brigitta Weiss

- mit freundlicher Genehmigung -


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