Freitag, 18. August 2017

Geschrieben von Boris Janssen am 23. Januar 2015
Unlauter

Knöllchen-Horst ins Dschungelcamp!

Warum Horst Nilges ein Star ist und unbedingt da rein geholt werden muss

Knöllchen-Horst würde im Dschungel mal ordentlich durchforsten. (Screenshot von RTL Now)
Knöllchen-Horst würde im Dschungel mal ordentlich durchforsten. (Screenshot von RTL Now)

Horst Nilges aus Badenhausen unterhält mit schöner Regelmäßigkeit ganz Deutschland – unter seinem Künstlernamen Knöllchen-Horst. Aktuell durch seine Klage gegen Dolly Buster. Die soll im Fernsehen etwas in der Art gesagt haben, dass das Provozieren von Knöllchen den Horst wohl sexuell errege. Sie soll das freilich etwas knackiger formuliert haben, beherrscht sie doch ob ihrer „Ausbildung“ die richtige Fachterminologie. Während die neue Klageschrift Eingang in sämtliche Zeitungen findet, wurde Knöllchen-Horst am Donnerstag (22.01.2015) sogar virtuell ins RTL-Dschungelcamp aufgenommen. Seine Klagegegnerin war doch weiland bei Staffel 2 dabei, ein willkommener Anlass also für die Dschungel-Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, einen netten Spruch loszulassen – wenn auch nur im Programmhinweis fünf Minuten vor der eigentlichen Sendung, dafür aber immerhin live.

Das ist ein Zeichen! RTL muss Knöllchen-Horst unbedingt für die nächste Staffel „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ engagieren. Nichts spricht mehr dagegen – insbesondere nach der jetzigen, äußerst lahmen Dschungel-Besetzung. Der hat Knöllchen-Horst schon mal etwas Entscheidendes voraus: Ganz offensichtlich kann man ihn vor sechs, sieben Millionen Zuschauern erwähnen, ohne erst lang und breit erklären zu müssen, wer er überhaupt ist. Selbst sein Wikipedia-Eintrag (externer Link) kann sich mit denen aller derzeitigen Dschungelkönigs-Aspiranten messen. Und der beanstandete Buster-Spruch soll in der RTL-Sendung „Die zehn verrücktesten Deutschen“ gefallen sein – womit Knöllchen-Horsts Teilnahme, wenn’s denn sein muss, gerne auch als Rankingshow-Zweitverwertung durchgehen könnte.

 

Der perfekte Team-Chef

Ja, Knöllchen-Horst würde eine derartige Camp-Lethargie wie in diesem Jahr schon zu verhindern wissen. Er wäre beim allabendlichen Voting sicher der Telefon-Joker. Gut, vielleicht würde er bei den Dschungelprüfungen die Sterne Sterne sein lassen, alldieweil er den Prüfungsaufbau selbst einer Prüfung unterzöge: Gibt es Verstöße gegen den Tierschutz? Werden Hygiene-Vorschriften eingehalten? Wo sind eigentlich die Allergen-Hinweise zu den unverpackten, nun ja, Lebensmitteln? Und betreibt Dr. Bob da etwa munteren Titel-Missbrauch? Ach, lustig wär’s.

Schon bei der Anreise würde Knöllchen-Horst gewissenhaft darauf achten, wo der Pilot seinen Hubschrauber parkt. Womöglich kröche er sodann im Camp durchs Unterholz, untersuchte die Einhaltung von Brandschutzbestimmungen und sicherheitsrelevanten Baurichtlinien. Er sorgte schon dafür, dass Spül-, Feuer- und Toilettendienst ordnungsgemäß ausgeführt werden, er wäre der perfekte Team-Chef. Die Schatzsuchen würden zum stundenlangen Spaß, weil erst einmal die jeweiligen Regeln genau ausgelegt werden müssten. Und was wären das für schöne Szenen, wenn Knöllchen-Horst seinen Mitbewohnern am knisternden Lagerfeuer Rechtsberatung erteilt.

Oh ja, er würde bestimmt aufs Unterhaltsamste polarisieren. Und das gereichte in der Vergangenheit stets für eine gute Platzierung. In Staffel 2 trug Camp-Zicke Désirée Nick gar die Krone davon – während Dolly Buster den Mund zu voll genommen hatte und schon nach mickrigen zwei Tagen einfach aufgab.

Also RTL, es besteht kein Zweifel:
Der nächste Dschungelkönig muss ein Harzer sein!


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