Samstag, 24. Juni 2017


Geschrieben von ski am 12. Februar 2017
Aktuell

Ereignisreiches Jahr für die Bad Lauterberger Feuerwehr

In den kommenden Jahren werden viele Investitionen notwendig, um ausgemusterte Geräte zu ersetzen

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Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück
Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Über ein volles Feuerwehrhaus konnte sich der Bad Lauterberger Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann am Samstag (11.02.17) zur Jahreshauptversammlung freuen, als er den Zuhöreren, darunter auch Vertreter sämtlicher Ortswehren und zahlreiche Gäste, von einem einsatzreichen Jahr 2016 berichtete. 

Unter den 97 Einsätzen, die die Kameraden geleistet hatten, waren 33 Brandeinsätze, darunter natürlich der Brand am ehemaligen Hotel Zoll, wo man der Feuerwehr Barbis nachbarschaftliche Löschhilfe leistete,  und der Großbrand in der kleinen Schanzenstraße. Bei diesem Einsatz unter schwierigsten Bedingungen bei Eiseskälte waren an die 1000 Meter Schlauch verlegt worden, die bis zu 4000 Liter Wasser pro Minute transportierten. Bei diesem Einsatz, bei dem sämtliche Ortswehren beteiligt waren, „waren wir bis an unsere Grenzen gefordert“, sagte Wiedemann.
Eine recht häufige Ursache von Einsätzen waren jedoch auch ausgelöste Rauchmelder aufgrund von angebranntem Essen. Gegenüber dem Vorjahr waren die Technischen Hilfeleistungen rückläufig, da es weniger Unwetter und Überschwemmungen gab, so Wiedemann in seinem Jahresbericht.

Bürokratie nimmt zu

Insgesamt zeigte sich der Ortsbrandmeister zufrieden mit den Leistungen seiner Wehr, die derzeit 199 Mitglieder, davon 120 in der Einsatz- und Reserveabteilung hat. Sorgen macht ihm allerdings die Bürokratie, die in den letzten Jahren stark zugenommen habe: „Wir müssen für jede Kleinigkeit Berichte schreiben, und sogar für die Nummern auf unseren Helmen dürfen wir nur zertifizierte Aufkleber verwenden.“

Viele Geräte müssen altersbedingt ersetzt werden

Die Kameraden sind inzwischen komplett mit digitalen Meldeempfängern ausgestattet, die Umstellung der Fahrzeuge verlaufe nach Plan. Für die Zukunft forderte der Ortsbrandmeister die Stadt auf, den Haushalt mittelfristig nach oben anzupassen, denn es stehen noch teure Ersatzbeschaffungen für in die Jahre gekommene Geräte an; hier räche sich nun, dass in den letzten Jahrzehnten zu wenig investiert worden sei.

Mittelfristig, so Wiedemann, werde auch ein Ausbau und eine Modernisierung des Feuerwehrhauses notwendig; das jetzige Haus sei auf dem Planungsstand der 80er-Jahre und entspreche nicht mehr den neuen Vorschriften bezüglich Räumlichkeiten und Ausstattung. Wiedemann dankte allen Unterstützern und Förderern der Feuerwehr, die es möglich gemacht haben, dass im vergangenen Jahr ein gebrauchter Kommandowagen durch den Förderverein angeschafft werden konnte.

Für die Zugführer berichtete Pascal Herbrich von einer sehr guten Zusammenarbeit mit den Gruppenführern und der Braunlager Wehr, mit denen man Dienstabende zusammen veranstaltete; er bedauerte allerdings die stark schwankende Teilnahme der Kameraden an den Diensten, die die Vorbereitung erschweren.

Guter Zuspruch bei Kinder- und Jugendfeuerwehr

Kinderfeuerwehrwartin Sonja Großheim konnte berichten, dass die Kinderfeuerwehr am Jahresende 20 Jungen und 5 Mädchen stark war und in diesem Jahr wieder am Concordia-Förderwettbewerb teilgenommen hatte. Dort konnten sich die Kinder und ihre Betreuer über den dritten Platz freuen.
Die Jugendfeuerwehr unter Leitung von Daniel Welz ist derzeit 32 Köpfe stark und hat in diesem Jahr nicht nur beim Lagerfeuer „Südsee-Camp“ teilgenommen, sondern auch eine Ferienpassaktion durchgeführt und belegte bei den Kreisjugendfeuerwehrwettbewerben in Barbis im vergangenen Juni den 7. Platz.

Der designierte Stadtbrandmeister Klaus Dieter Schröder lobte die gute Einheit und Zusammenarbeit im Stadtkommando. Auch er betonte, dass die Stadt finanziell weiterhin stark gefordert ist, da die Atemschutzgeräte in den nächsten Jahren aus Altersgründen ausgewechselt werden müssen. Die Aufgabenbereiche sollen in den nächsten Jahren unter den vier Ortswehren weiter aufgeteilt werden, so dass jeder seine eigenen Zuständigkeiten hat, so der bisherige Osterhagener Ortsbrandmeister.

Martin Dannhauer, bislang Stadtbrandmeister und seit Jahresbeginn der Abschnittsleiter Nord im neuen Großkreis, erklärte, dass sich die Feuerwehren im Altkreis Osterode ausrüstungsmäßig keineswegs hinter Göttingen verstecken müssen. Er bedankte sich bei allen Kameraden für die Unterstützung, die er als Stadtbrandmeister erhalten habe, und erklärte, die Interessen des Brandabschnittes Nord offensiv im Landkreis vertreten zu wollen.
Lob und Dank erhielt Dannhauer auch von Bürgermeister Dr. Thomas Gans: „Du hast das Amt in schwierigen Zeiten übernommen – und warst der richtige Mann zur richtigen Zeit.“

Landesfeuerwehrpräsident Karl Heinz Banse stellte in Aussicht, dass das neue Brandschutzgesetz, das sich derzeit in Anhörung befindet, vermutlich eine Anhebung der Altersgrenze beinhalten wird. Zudem soll ein verbesserter Versicherungsschutz für die Feuerwehrleute bei bestimmten Gesundheitsschäden festgeschrieben werden.

Wahlen

Zum Jugendfeuerwehrwart wurde Daniel Welz wiedergewählt, sein Stellvertreter wird Axel Weinert sein. Die Kasse wird künftig von Patrick Enders geführt, Kassenprüfer wird Malte Bäcker. Schriftwart bleibt Holger Winter. Daniel Schafberg ist der neue Zeugwart, Sascha Fricke bleibt Gerätewart. Atemschutzgerätewart wird Florian Banse, und das Amt des Sicherheitsbeauftragten wird Jannik Dannhauer ausüben.

Ernennungen

Zum Zugführer des ersten Zuges wurde Jörn Moser ernannt,  sein Stellvertreter ist Dirk Höche. Zum Zugführer des zweiten Zuges wurde Karsten Spielvogel ernannt, der stellvertretende Zugführer des zweiten Zugs ist Christian Lindenblatt. Sonja Großheim wird weiterhin die Kinderfeuerwehr leiten.
 
Daniel Köhler und Patrick Wellmann wurden von der Jugendfeuerwehr an die Einsatzabteilung übergeben; Daniel Köhler wurde zum Feuerwehrmann ernannt.

Beförderungen

Tanja Tölle wurde zur Oberfeuerwehrfrau, Jannik Moser zum Oberfeuerwehrmann befördert.
Zu Hauptfeuerwehrmännern wurden Maximilian Schmidt, Jannik Dannhauer, Felix Lettau und Malte Bäcker befördert. Julian Dannhauer wurde zum Löschmeister und Christian Lindenblatt zum Oberlöschmeister befördert.

Ehrungen

Das Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige Verdienste erhielten Markus Eicke, Thomas Bollensdorf und Dennis Bahndorf, das Ehrenzeichen für 40 Jahre erhielten Uwe Ulinski und Gerd Lüddecke. Und eine besondere Ehrung erhielt Klaus Wagner: die Ehrennadel in Bronze des Landesfeuerwehrverbands.


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